Lediglich Startplatz acht war ganz und gar nicht das, was Fernando Alonso für das Qualifying in Belgien im Plan gehabt hatte. Der Ferrari-Pilot sah mehrere Gründe, warum es schiefgegangen war. "Der Verkehr war ein Faktor. Ich hatte keine freie Runde in Q3", meinte er, weil Sergio Perez zwei Mal vor ihm auftauchte und er selbst einmal Mark Webber Platz machen musste. "Aber abgesehen davon waren wir nicht stark genug für Pole. Mit einem normalen Q3 und einem perfekten Ablauf wären wir Vierter oder Fünfter, aber nie auf dem Level der Top-3. Uns fehlt bei diesen Temperaturen noch Leistung. Es waren nur 14 Grad und die Strecke war nass. Das sind die schlimmsten Bedingungen für Ferrari", sagte Alonso.

Alles verloren war für ihn damit aber nicht. Da es am Sonntag trocken und auch etwas wärmer sein sollte, rechnete er durchaus damit, wieder nach vorne kommen zu können. Zwar hätte er sich am Samstag auch im Trockenen nicht auf Pole gesehen, doch er ging davon aus, bei solchen Bedingungen am Sonntag vorne mitfahren zu können. "Während die anderen Top-Teams bei kalten und feuchten Bedingungen einen Vorteil haben, weil sie die Reifen schnell aufwärmen, haben sie den Nachteil, dass sie ihre Reifen schneller verbrauchen, wenn es trocken ist. Das Rennen morgen ist völlig offen. Wir brauchen nur einen guten Start und gute erste Runden. Was die Strategie, die Rennpace und den Reifenabbau betrifft, sind wir vielleicht besser als die Anderen."

Vier Rennen von der Kälte verfolgt

Die Vorstellung von Alonso am Samstag in Spa verwunderte nur deswegen, weil Ferrari vor der Sommerpause auch bei kaltem Wetter ganz gut gewesen war. Alonso konnte dazu nur sagen: "Ohne die kalten Bedingungen wären wir noch besser. Es ist kein Geheimnis, dass wir mit kaltem Wetter nicht glücklich sind. Wir mögen heiße Bedingungen und auf Strecken mit viel Reifenabbau scheinen wir stärker zu sein. Hier ist das vierte Rennen in Folge mit kalten Bedingungen. Wir warten weiter auf ein besseres Wochenende."

Erschwerend hinzu kam am Samstag noch, dass es auch noch regnete, das macht es Ferrari noch einmal schwerer. Zudem kann im Nassen immer alles passieren. "Aber vielleicht würden wir damit im Rennen sogar mehr aufholen. Von Platz acht ist unser Auto aber stark genug, um in einem trockenen Rennen vorne mitzufahren. Vom Setup her ist alles auf trocken ausgerichtet. Ein normaler Sonntag wäre besser für uns."