Während Michael Schumacher nach dem Qualifying in Belgien trauerte, weil er aufgrund eines verlorenen rechten Hinterrades gleich zu Beginn ausschied, konnte sein Teamkollege Nico Rosberg zufrieden sein, da er mit Startplatz fünf das Optimum herausgeholt hatte. "Es war ideal. Ich hatte ein paar Runden auf weichen Reifen, insgesamt drei, das war ausreichend. Es war super, dass ich als Letzter über die Linie kam. Dadurch war die Strecke für mich am besten und am trockensten, das hilft immer", erzählte er.
Vor allem seinem Renningenieur Tony Ross war Rosberg dankbar, denn der erwischte das Timing trotz der schwierigen Bedingungen immer ideal. "Es war unglaublich und wieder typisch Spa. Es gab alles auf einmal, Regen und trocken, es war unglaublich. Für morgen ist trocken vorhergesagt, also gießt es dann wahrscheinlich in Strömen. Es ist aber egal, ob es regnet oder trocken ist, ich war in beiden Situationen in den Top-7 unterwegs. Das passt schon." Abgestimmt ist Rosbergs Auto jedenfalls für ein trockenes Rennen, so gesehen wäre seine Präferenz klar.
Platz halten wird schwierig
Ungeachtet des Wetters wusste der Mercedes-Pilot aber schon am Samstag, dass der Sonntag kein Spaziergang werden wird. "Es ist schwierig, die drei Top-Teams zu schlagen. Jetzt stehe ich vor zwei ihrer Autos, vor Alonso und Button. Vielleicht kann ich die Position halten, aber es wird sicher nicht einfach. Besonders hier wird viel überholt, also müssen wir sehen." Einen Podestplatz hielt Rosberg nicht für realistisch, dafür müsse schon viel passieren, meinte er. "Einmal schauen, vielleicht ist es drin, aber das wird sehr schwer."
Von der Teamleitung bekam Rosberg schon für den Samstag einmal viel Lob. Teamchef Ross Brawn meinte, er sei intelligent gefahren und habe gepusht, als er musste. "Und die Jungs an der Boxenmauer haben das Wetter genau richtig vorhergesagt. Ich war wirklich zufrieden, wie es heute für ihn gelaufen ist", erklärte Brawn. So sah das auch Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der Rosbergs Leistung als gut bezeichnete. "Dank des richtigen Timings und einer ausgezeichneten Runde haben wir das Meiste aus den Bedingungen geholt und den fünften Platz erreicht - außerdem blieb Nico vor zwei WM-Anwärtern", freute sich Haug.

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