Platz acht für Rubens Barrichello machte Williams am Vormittag in Spa Mut. In der zweiten Session des Tages streikte beim Brasilianer jedoch das KERS - wie so oft in dieser Saison. Pastor Maldonado führ in den beiden Sitzungen derweil auf die Ränge 15 & 12. Technikdirektor Sam Michael erklärte nach dem Training das Arbeitspensum seiner Piloten: "Trotz des vielen Regens hier, haben heute beide Autos ein Programm für das Regen-Set-Up durchlaufen." Man habe sich durch die äußeren Bedingungen nicht vom rechten Weg abbringen lassen.

"Die limitierte Fahrzeit bei trockenen Verhältnissen hat es uns trotzdem ermöglicht, die Einstellungen des Heckflügels, die Bremskühlung und die Kühlung des Motors zu testen", so Michael. Zufrieden mit dem ersten Tag nach der Sommerpause war auch sein Schützling Rubens Barrichello - wäre da nicht das verflixte KERS. "Es war gut, nach dieser vom Gefühl her wirklich langen Zeit, wieder im Auto zu sitzen. Das einzige Problem, das ich heute hatte, war, dass das KERS in der Sitzung am Nachmittag wieder einmal nicht funktioniert hat", monierte der Routinier. "Ansonsten war es eigentlich ein ziemlich geradliniger Tag und wir haben uns durch alle Entwicklungsprozesse gearbeitet", meinte der Brasilianer.

Stallkollege Pastor Maldonado, der bereits zweimal in der GP2 in Spa gewinnen konnte, haderte mit den Streckenbedingungen. "Die Verhältnisse waren heute so schwierig, weil es nicht komplett nass oder komplett trocken war", so der Williams-Pilot. "Ich glaube aber, dass es ein positiver Tag war und freue mich daher auf das morgige Qualifying", erklärte der Rookie. "Wir müssen uns bei feuchten Bedingungen noch verbessern - im Trockenen fühlte sich das Auto in Sachen Balance aber schon gut an", freute sich Maldonado und fügte an: "Wir können uns aber immer noch verbessern."