Adrian Sutil war nach dem ersten Tag in Spa bedient. Da am Nachmittag Nico Hülkenberg seinen Wagen pilotierte, konnte er keine Erfahrungen auf trockener Strecke sammeln und kritisierte das Team dafür. "Das ist schade. Aber grundsätzlich finde ich solche Regelungen bei diesen Bedingungen falsch", so der Gräfelfinger, der der Ansicht ist, dass in solchen Situationen die Stammfahrer den Vorzug erhalten sollten.

Da erst der Nachmittag trockene Momente bot, sieht sich Sutil nun im Nachteil. "Ich bin heute morgen nur herumgerutscht und dann kommt morgen eigentlich gleich die Qualifikation und ich werde im Rennen die ersten Kilometer im Trockenen fahren", zeigte sich der Deutsche wenig erfreut. Doch ob es nun trocken bleibt, oder nass wird, ist ihm egal. "Ich kann es hier auch im Trockenen ganz gut", zeigte sich der Fünfte des Vorjahres optimistisch. Wenngleich er seine Aussagen für den Sonntag einschränkte. "Im Regen hätten wir wohl ein bisschen bessere Chancen."

Begeisterung über die Ardennen-Achterbahn

Ungeachtet der Probleme und seiner Verärgerung freute sich Sutil auf einer "einzigartigen Strecke, die so nicht mehr im Kalender vorkommt" fahren zu können. Auch der Force India entsprach seinen Vorstellungen. "Es ist alles super gelaufen. Das Auto liegt sehr gut", so Sutil, der erklärte, man habe nur etwas am Setup gearbeitet und sich auf die Aerodynamik konzentriert. "Mit diesem Auto ist einiges drin, denn es war schon immer sehr gut auf dieser Strecke und es hat riesigen Spaß gemacht."

Tatsächlich möchte der Gräfelfinger sich nach vorne orientieren. "Mercedes wird, glaub ich, unser Hauptgegner sein, sie scheinen in sehr guter Form zu sein und können wirklich mitmischen", so Sutil, der auf die Frage, er wolle doch nicht Michael Schumacher sein 20-jähriges Jubiläum vermiesen, nur mit einem Grinsen antwortete: "Doch, genau das habe ich vor."