"Das Rennen in Budapest ist immer sehr nett", findet Adrian Sutil und erklärte: "Meistens ist auch das Wetter ziemlich gut und es herrscht immer eine entspannte Stimmung, da es das letzte Rennen vor der Sommerpause ist." Bevor zu viel Urlaubsstimmung aufkommen würde, wollte der Deutsche, der nach seinem guten sechsten Platz vom Nürburgring gestärkt nach Ungarn fährt, aber erst einmal das Rennen gut hinter sich bringen. Einfach sei der Kurs wahrlich nich. "Man ist eigentlich immer in einer Kurve - das ist ein bisschen wie in Monaco und abgesehen von der langen Start-/Zielgeraden gibt es keine Möglichkeit, sich einmal zu erholen", so Sutil.

"Nachdem es nach Monaco die langsamste Strecke ist, werden wir natürlich mit maximalem Abtrieb fahren", erklärte der Deutsche, der zudem verriet: "Die Strecke wird nicht so viel benutzt, daher ist es bei der Ankunft hier meistens noch sehr staubig. Wenn wir dann aber anfangen zu fahren, wird es schnell sauberer - der Freitag ist aber immer noch harte Arbeit." Im Laufe des Wochenendes, würde der Gummiabrieb den Fahrern das Leben dann leichter machen. "Wenn das Qualifying losgeht, ist der Grip auf einem vernünftigen Niveau - dann ist die Strecke auch wirklich schön zu fahren", sagte der 28-Jährige.

Guter Test für das DRS

Teamkollege Paul di Resta muss sich an den Kurs erst noch gewöhnen. Das Rennen am Sonntag wird der erste Formel-1-Grand Prix des Schotten in Budapest. "Der Hungaroring ist eine kurze Strecke, für die Fahrer physisch, wie auch mental, aber sehr fordernd. In Sachen Kurvenanzahl und Layout ist es eigentlich mehr wie ein Stadtkurs und das bedeutet, dass die Aerodynamik-Leistung des Autos hier sehr wichtig ist", erklärte der Rookie, der meinte: "Alle Kurven scheinen ineinander überzufließen, deshalb braucht man einen guten Rhythmus." Immerhin habe er vergangenes Jahrs als Freitagstester erste Erfahrungen auf der Strecke sammeln können.

"Es ist nicht einfach, auf ein paar Runden so viel zu lernen, aber ich kenne jetzt die Streckenführung und die größten Herausforderungen des Kurses. Viele Überholmöglichkeiten gibt es allerdings nicht - das wird also wieder einer guter Test für das DRS", so Di Resta. "Nachdem es das letzte Rennen vor der Pause im Sommer ist, würde ich gerne mit einem starken Resultat abschließen", erklärte der Neuling, der glücklich mit seinem bisherigen F1-Einstieg war.

"Zur Halbzeit der Saison blicke ich ganz zufrieden auf die Dinge. Jedes Rennen macht es einem ein bisschen einfacher - insbesondere, um sich in Bezug auf die ganzen komplexen Abläufe in der Formel 1, besser zurechtzufinden", so der 25-Jährige, der anfügte: "Ich genieße mein erstes Jahr als Formel-1-Fahrer und hoffe einfach, dass der Rest der Saison so weitergeht."