Mit den Startplätzen 15 und 17 hatten die Sauber-Piloten in Deutschland ein schwieriges Rennen zu bewältigen. Immerhin für Kamui Kobayashi reichte es am Ende in der Eifel aber zu Rang neun und WM-Zählern. "Mein Start war gut und dann konnte ich in den ersten paar Kurven noch einige Positionen gewinnen. Nach der ersten Runde war ich schon Zwölfter, aber dann wurde es schwieriger, denn wir waren hier insgesamt nicht schnell genug", erläuterte der Japaner nach dem Grand Prix.

Die Punkte habe man am Ende vor allem mit einer sehr guten Strategie geholt, denn beide Sauber-Fahrer kamen jeweils nur für zwei Stopps an die Box. "Ich konnte im Rennen beide Williams überholen", freute sich Kobayashi nach der Zieldurchfahrt auch über einen kleinen Erfolg auf der Strecke und gab an, sehr froh zu sein, nach dem schlechten Qualifying noch Punkte geholt zu haben. "Ich hoffe, dass wir beim nächsten Rennen wieder stärker sind", meinte der Sauber-Pilot.

Konzentration auf das nächste Rennen

Diese Hoffnung teilte auch Stallkollege Sergio Perez, für den es auf dem Nürburgring nicht zu Punkten reichte. "Ich bin überhaupt nicht zufrieden. Wir wussten, dass es von unseren Startpositionen aus schwierig werden würde, heute Punkte zu holen. Aber Kamui hat gezeigt, dass es möglich war. Ich ärgere mich über mich selbst, weil ich in Runde acht einen Fehler gemacht habe", so der Mexikaner nach dem Rennen ehrlich. "Ich kam von der Strecke ab in die Wiese. Deshalb musste ich früh zur Box und Reifen wechseln. Das hat natürlich nicht zur Strategie gepasst", so Perez.

"Jetzt konzentriere ich mich auf das nächste Rennen, das ja schon in ein paar Tagen ansteht", meinte der Rookie voller Tatendrang. Sein Teamchef Peter Sauber wollte von dem Ergebnis in Deutschland trotzdem nicht zu enttäuscht sein. "Wenn man schaut, welche Ausgangslage wir hatten, dann können wir mit diesem Resultat sehr zufrieden sein. Beide Piloten sind stark gefahren und das Team wurde dafür mit zwei WM-Punkten belohnt", so der Schweizer. Technikdirektor James Key sah es hingegen etwas kritischer und meinte: "Das war definitiv nicht unser Wochenende. Wir müssen einiges tun, um wieder zu unserer alten Stärke zurückzukehren."