Es heißt so schön, dass zu einer Kollision immer zwei gehören und das war auch beim Deutschland Grand Prix 2011 so, als Nick Heidfeld und Sebastien Buemi in Runde elf aufeinander trafen. Heidfeld hob dabei ein wenig ab und schied aus, Buemi musste mit einem Plattfuß an die Box und verlor einige Positionen. Die Meinung der Beiden zu dem Zwischenfall ging ziemlich auseinander und die Schuldfrage wurde auf den Konkurrenten geschoben. Die Stewards entschieden schließlich, dass Buemi schuld war und in Ungarn fünf Startplätze nach hinten versetzt wird. Der Schweizer selbst sah es anders.
"Ich habe nicht das Gefühl, dass ich weit nach rechts gefahren bin. Ich glaube, er hat etwas Unmögliches probiert. Er war zu schnell, hat zu spät gebremst und dann ist er gecrasht", erklärte Buemi. Er war vielmehr der Ansicht, dass Heidfeld auf sein rechtes Hinterrad geflogen war und ihm dadurch den Plattfuß einhandelte. "Wir mussten den Reifen wechseln und das hat unsere Strategie etwas gestoppt. Im Endeffekt hätten wir ohne Regen nicht viel mehr schaffen können. Wir müssen jetzt nach Budapest schauen und werden sehen."
Von links nach rechts
Heidfelds Version klang ziemlich anders und schien auch die Meinung der Stewards zu treffen. "Er blockierte die linke Seite, was er machen darf, aber dann ging ich nach rechts und er fuhr mir einfach in die Bahn. Er musste wissen, dass ich da war. Ich hatte viel mehr Speed als er und war dabei, ihn zu überholen. Er ließ mir einfach keinen Platz und drückte mich aufs Gras. Danach konnte ich nichts mehr tun. Es war ein unvermeidbarer Unfall. Es ist nie schön, wenn man in einem dieser Autos aufsteigt und es hätte gefährlich sein können", berichtete der Renault-Pilot.
Schon vor seinem Ausfall hatte der Deutsche ein wenig Stress gehabt, weil er sich direkt nach dem Start mit Paul di Resta angelegt hatte. Das hätte Heidfeld selbst eine Durchfahrtsstrafe eingebracht, wäre er nicht auf Buemi getroffen. "Ich wurde beim Start eingequetscht und war in der zweiten Kurve eingeklemmt. Auf dem Weg in Kurve drei war Paul di Resta außen. Ich blockierte meine Vorderräder und versuchte, ihm auszuweichen, aber rutschte einfach in ihn rein, da ich nirgendwo hin konnte", erklärte Heidfeld.

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