Das Zwischengas-Verbot in Silverstone schmerzte McLaren deutlich mehr als Red Bull Racing oder Ferrari. "Das ist eine Tatsache", bestätigte Geschäftsführer Jonathan Neale. Doch beim Deutschland-GP kehrt die Formel 1 wieder zu dem Diffusor-Reglement von Valencia zurück, was bei McLaren für positive Stimmung sorgt. "Wir haben durch das Zwischengas-Verbot um die sieben Zehntel verloren, deshalb fielen wir weit zurück. Bis Silverstone waren wir die einzigen, die Red Bull schlagen konnten", sagte Neale.

"Uns ist der Fortschritt bei Ferrari und die Weiterentwicklung bei Red Bull nicht entgangen, aber unser Job ist es, die beiden Teams zu schlagen und das werden wir auch versuchen", fuhr er fort. Aktuell liegt Lewis Hamilton 95 Punkte hinter WM-Leader Vettel zurück und auch in der Konstrukteurswertung trennen Red Bull Racing und McLaren bereits 110 Punkte. Dennoch hat der britische Rennstall die WM noch längst nicht abgeschrieben.

Risiko vs. Sicherheit

Um den Rückstand aufzuholen, werde man in den verbleibenden Rennen jedes Risiko nehmen. "Man kann in der Formel 1 nicht auf Sicherheit spielen. Es geht darum, Risiken zu nehmen und dabei die richtige Balance zu finden. Wenn man von hinten kommt, wie wir und Ferrari, dann muss man hart arbeiten, speziell wenn es um die Weiterentwicklung des Autos geht. Auch in diesem Bereich muss man Risiken eingehen", meinte Neale.

McLaren setzt alles daran, um Red Bull noch abzufangen. So lange man mathematisch noch Chancen habe, wolle man kämpfen. "Wir werden alles geben. Wir werden es Red Bull keinesfalls einfach machen - und wenn wir keine WM-Chance mehr haben, wollen wir zumindest Rennen gewinnen. Das ist für unsere Fahrer wichtig und liegt in unserer Teammentalität", betonte Neale.