Achtes Rennen - sechster Sieg: Sebastian Vettel hat sämtliche Diffusoren-Diskussionen ignoriert und sich souverän in Valencia zum Sieger gekrönt. Seine drei Boxenstopps funktionierten problemlos auf dem Valencia Street Circuit, die Pace stimmte und das KERS arbeitete anstandslos - die perfekte Mischung zum Sieg. "Unglaublich", jubelte der 23-Jährige. "Das Rennen hat mir sehr viel Spaß gemacht."
Obwohl Vettel der Meinung war, dass der spanische Hafenkurs nicht unbedingt die Paradestrecke für den RB7 sei, hatte er beim Europa GP seinen Spaß - auch wenn er meinte, dass das Rennen von außen betrachtet etwas langweilig gewirkt haben könnte. "Jedes Jahr denken wir, dass es hier kritisch werden könnte, weil es keine schnellen Kurven gibt, aber wir haben es wieder einmal geschafft", freute sich Vettel über seinen Triumph.
Ein Wort: Perfekt
Dank einer guten Strategie konnte sich Vettel ein solides Polster auf seine Verfolger aufbauen und somit geriet er nie in Schlagdistanz. "Ich habe hart gepusht, dabei aber die Reifen geschont", erklärte er. "Ich dachte immer schon an das Ende des Stints und habe versucht, die Strategie vorherzusehen." Vettel gab zu, es zu lieben, allein an der Spitze zu fahren. Es sei ein Rennen, das man in diesem Moment nur gegen sich selbst fahre.
Das Valencia-Wochenende fasste Vettel mit einem Wort zusammen: "Perfekt." Dabei wollte er sich allerdings nicht in den Vordergrund spielen und betonte deshalb, dass das Team wieder einmal fantastische Arbeit geleistet hätte. Teilweise war die Boxencrew bei Webbers Stopps zwar noch schneller, doch auch Vettel konnte mit seinen Standzeiten in der Boxengasse durchaus zufrieden sein.
Keine Auszeit
Vettel führt die Fahrerwertung nun mit 77 Punkten vor Jenson Button an, doch er will sich natürlich nicht auf den Lorbeeren ausruhen. "Ich schaue nicht auf den Vorsprung", gab der Heppenheimer zu Protokoll. "Die Saison ist noch lang und wir müssen aufpassen." Zwar sei ein Rennsieg wundervoll, aber er müsse nicht jedes Rennen unbedingt gewinnen. "Wenn sich die Chance dazu bietet, werden wir sie nutzen", so Vettel. "Aber wenn wir mal nicht konkurrenzfähig sein sollten, müssen wir P3 mitnehmen und punkten."
Red-Bull-Teamchef Christian Horner stimmte Vettel in Sachen perfektes Rennen zu, doch er warnte auch vor übertriebener Euphorie. "Es war nicht so einfach, wie es aussah", so Horner. "Es war die ganze Zeit eng mit Alonso." Auch in den vergangenen Rennen ging es hauchdünn an der Spitze zu - diesmal wieder mit dem besseren Ausgang für Vettel.



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