Sebastian Vettel ließ es sich nicht nehmen, nach seiner Bestzeit im Qualifying zum Großen Preis von Europa einen kleinen Blick in Richtung Konkurrenz zu riskieren. Nachdem die Piloten ihre Autos im Parc Ferme abgestellt hatte, schaute sich der Red-Bull-Pilot die Cockpits von Ferrari und McLaren ein wenig genauer an.

F1-Experte Martin Brundle vermutete dahinter einen gezielten Auftrag. "Das war eine spezielle Anfrage von jemandem aus dem Team", glaubte der ehemalige McLaren-Pilot. Doch RBR-Teamchef Christian Horner verneinte die Frage, ob Vettel Informationen über die technischen Setups der anderen Top-Teams sammeln sollte.

Typisch Sebastian

"Nein. Alle Fahrer sind neugierig und wollen wissen, was die anderen Piloten auf ihren Lenkrädern haben und so weiter", tat Horner jegliches Spionage-Gerücht postwendend ab. "Das ist typisch Sebastian. Er denkt immer und er will immer etwas Neues verstehen." Da würde er sich die Gelegenheit, einen Blick in Fernando Alonsos Arbeitsplatz zu werfen, natürlich nicht entgehen lassen.

Vettel erklärte, was er sich denn nun genau angeschaut hatte. "Ich habe mir das Lenkrad ein bisschen genauer angeschaut, weil dieses Jahr so viel gedrückt wird", so der 23-Jährige. "Da ist es interessant zu sehen, wer was wo hat." Jeder Fahrer besitzt die Möglichkeit, sich die diversen Knöpfe und Schalter seines Volants individuell anpassen zu lassen.