Alles in allem zog Ferrari nach den Startplätzen vier und fünf eine zufrieden Bilanz. Immerhin konnte man einen McLaren hinter sich lassen. "Sicherlich hätten wir beide Autos in die zweite Startreihe bringen können, wenn wir Sektor für Sektor analysieren, aber jeder weiß wie schwierig es ist eine perfekte Runde hinzulegen", erklärte Teamchef Stefano Domenicali. Für Fernando Alonso war es hingegen das beste Qualifying der Saison.

Im Vergleich zu den letzten Rennen hätte sich der Rückstand nach vorne verringert. "Wir arbeiten in die richtige Richtung, auch wenn uns die Streckencharakteristik in Valencia entgegenkommt", ist Domenicali überzeugt. Auch Alonso sieht die Entwicklungsarbeit bei Ferrari positiv, wenn er auch zu bedenken gibt, dass das Team noch ein weites Stück von Red Bull entfernt ist, wenn es um die Aerodynamik geht. "Es wird nicht einfach, diesen Rückstand noch aufzuholen, aber wir tun alles, um erfolgreich zu sein", betonte der Spanier. Ohne die Probleme mit dem Windkanal zu Saisonbeginn könnte Ferrari auf dem Level von Red Bull sein.

"Wir waren im Winter sehr schnell unterwegs, danach arbeiteten wir einige Monate in die falsche Richtung. Wir lagen eine Sekunde zurück, jetzt sind es nur mehr um die sechs Zehntel. Das ist ein Fortschritt", betonte Alonso. Nun sei es entscheidend diesen Weg fortzsetzen, vor allem deshalb da sich das Reglement 2012 nicht stark verändern würde. "Es ist mehr oder weniger das Gleiche. Deshalb ist alles hilfreich, was uns hilft, das Auto zu verbessern", so der Brasilianer. Das Qualifying in Valencia war ein Schritt nach vorne, allerdings keinesfalls einfach.

Verschiedene Strategien möglich

Alonso brach seinen letzten Versuch ab als er erkannte, dass es keine Verbesserung geben würde. "Ich wollte meine weichen Reifen aufsparen. Morgen könnte es verschiedene Strategien geben und unser Ziel ist das Podium, deshalb habe ich die Reifen aufgespart", verriet Alonso. Massa hatte vor allem mit dem medium Reifen im Qualifying zu kämpfen.

"Wir hatten mehr Probleme als gestern, vielleicht weil mehr Gummi auf der Strecke war und auch die Temperatur höher war. Ich bin gespannt, welche Strategien wir morgen sehen werden. Eine Ein-Stopp-strategie ist wie bereits im letzten Jahr durchaus möglich", meinte der Ferrari-Pilot. Mit ähnlichen Strategien rechnet auch Alonso. "Ich schätze, dass der weiche Reifen die bevorzugte Wahl aller Teams sein wird. Er ist schnell, aber wir wissen nicht wie lange er hält. Ich gehe von ein bis zwei Stopps aus", so der Spanier.