Adrian Sutil konnte seinen Force India in Valencia erstmals in Q3 fahren. Aber das hatte sich für ihn bereits abgezeichnet. "Das Auto hat das ganze Wochenende richtig gut gearbeitet und ich habe gespürt, dass wir eine gute Chance haben, es heute in Q3 zu schaffen", freute sich der Deutsche.

Doch es war noch einmal sehr knapp geworden. Sekunden vor Schluss war Sutil aus den Top-10 gefallen, bevor er selbst eine Zeit von 1:39.0,34 in den Asphalt brannte, die für den letzten Abschnitt reichte. "Ich wusste, wir müssen nur die Runde ordentlich hinbekommen", so Sutil. "Darum fühlt sich dieses Ergebnis so großartig an, weil ich das Maximum aus dem Auto geholt habe."

Reifen sparen in Q3

Doch dann war für den Gräfelfinger das Qualifying beendet, denn er setzte keine Zeit im finalen Durchgang. "Wir sind in Q3 nicht rausgefahren, weil wir der Meinung waren, es sei besser, einen weiteren Satz weiche Reifen für das Rennen zu sparen", erklärte der Force-India-Pilot. Zudem erkannte das Team, dass Nick Heidfeld - der dann allerdings auch nicht fuhr - zu schnell gewesen wäre, und man ihn ohnehin nicht hätte abfangen können.

Doch Sutil war auch so glücklich: "Es ist eine gute Startposition, aber es ist das Rennen das zählt. Daher können wir das hoffentlich morgen in Punkte verwandeln." Auch für seinen Teamkollegen Paul di Resta sind Punkte nicht völlig ausgeschlossen, allerdings von Position zwölf schwerer zu erreichen. Doch durch einen Unfall des Testfahrers Nico Hülkenberg am Freitag, waren seine gesammelten Erfahrungen, auf der für ihn neuen Strecke, auch limitiert.

"Nach den Problemen die wir im freien Training hatten, wusste ich, dass ich heute im Nachteil sein würde, da wir gestern nur drei gezeitete Runden absolviert haben", erklärte di Resta, dessen Auto erst zum Ende des zweiten Trainings repariert war. Zwar hatte man am Vormittag noch versucht, alles für die Qualifikation vorzubereiten, aber in der entscheidenden Runde passierte dem Schotten ein Fehler. "Nun werde ich von Position 12 starten, was unter Berücksichtigung dessen, was an diesem Wochenende alles passiert ist, nicht zu schlecht ist", zeigte sich di Resta positiv.

Allerdings hatte er keine Möglichkeit einen Longrun mit einer größeren Menge Sprit an Bord zu fahren. Daher erwartet er Probleme mit der Einstellung der Balance des Autos und dem richtigen Umgang mit den Reifen. Dennoch sind seine Ziele klar: "Ich bleibe positiv und ich denke, dass wir von dort aus um Punkte kämpfen können."