Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, als ob Vitaly Petrov seinem Teamkollegen Nick Heidfeld ins dritte Segment zum Großen Preis von Europa folgen würde. Doch eine starke, letzte Runde von Adrian Sutil katapultierte den Russen kurz vor Schluss auf Platz elf. Vorteil Petrov: Er darf sich aussuchen, mit welcher Reifenmischung er am Sonntag startet.
"Die Lücke zwischen mir und P10 war sehr eng, aber das ist Racing", erklärte Petrov nüchtern. "Manchmal sind andere Autos einfach schneller, aber morgen ist ein anderer Tag." Probleme mit dem R31 habe es laut dem Lotus Renault GP-Piloten nicht gegeben - allein es fehlte der nötige Speed. Vor allem die Temperaturen würden Einfluss auf den Rennverlauf nehmen, glaubte Petrov.
Drei Hundertstel fehlten
Bereits am Samstag waren die Temperaturen stetig angestiegen. Während des Qualifyings herrschten rund 26 Grad, am Sonntag soll es noch wärmer werden. "Das ist ein langes Rennen und mit dieser Hitze wird es nicht einfacher", so Petrov. "Wir müssen nun unsere Daten analysieren und hoffen, dass wir auf den frischen Reifen besser performen." Der Verschleiß der beiden Pirelli-Mischungen sei zwar nicht so stark wie erwartet, doch gerade auf die Hinterreifen müsse man Acht geben.
Chef-Ingenieur Alan Permane verriet, dass Petrov nach seinem knappen Ausscheiden mehr als nur enttäuscht war. Drei Hundertstel hatten auf seinen Teamkollegen gefehlt. "Ich denke nicht, dass Vitaly die saubersten Runden gefahren ist", kritisierte Permane. "Doch das wahre Problem ist, dass das Auto nicht genug Pace hatte."



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