Den Blick nach hinten wollte das Team Lotus eigentlich schon lange nicht mehr richten, doch nach dem Qualifying in Valencia fiel er dennoch dorthin. Denn der Abstand zu den Autos vorne war etwas größer als erwartet, deswegen musste eben der Vergleich mit den Teams dahinter herhalten, um Positives zu finden. "Für mich war das eine recht gute Leistung", sagte Heikki Kovalainen nach seiner Fahrt zu Startplatz 19.
Denn der Finne hatte auf seinem zweiten Run seine Zeit ordentlich gesteigert und nach seiner Ansicht aus sich und dem Auto das Meiste herausgeholt. "Also wenn die Lücke zu den Autos vor uns vielleicht nicht so ist, wie wir das wollten, so ist es immer noch gut, dass ich mein Ziel erreicht habe. Wir wussten von den Trainings, dass der Zeitunterschied ungefähr so sein würde, wie er dann letztendlich war und trotz der harten Arbeit im ganzen Team konnten wir den nicht verkleinern", erklärte Kovalainen.
Trulli im Verkehr
Beinahe etwas enttäuscht zeigte sich Jarno Trulli nach dem Qualifying. Der Italiener klagte darüber, ständig in Verkehr gekommen zu sein. "Das Auto fühlte sich gut an und ohne den Verkehr wäre sicher mehr Pace drin gewesen, aber obwohl uns allen gesagt wurde, in Sektor drei nicht rauszunehmen, waren da drei andere Autos, die das taten und leider hatte das großen Einfluss auf die Zeiten", sagte der 20. des Qualifying, dem ein Dreher in der letzten Runde ein besseres Ergebnis gekostet hatte. Doch Trulli wollte sich nicht zu lange damit aufhalten und blickte bereits auf das Rennen. Dafür hoffte er, ein weiteres Mal zeigen zu können, dass der Lotus im Renntrimm gut unterwegs sein kann. "Ich will wieder einen guten Start haben und dann schauen, wie es weitergeht."
Für Lotus-Technikchef Mike Gascoyne war das Qualifying sogar einigermaßen gut gelaufen. Er räumte zwar ebenfalls ein, dass man etwas weiter zurück lag als gedacht, doch der Blick nach hinten riss es auch für ihn heraus. "Wir sind deutlich vor den Autos hinter uns", stellte er fest. Für das Rennen gab er den einfachen Plan aus, beide Autos ins Ziel zu bringen und zu schauen, was sich dadurch ergibt.

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