Nick Heidfeld hatte in Montreal in aussichtsreicher Position gelegen, doch dann traf er unsanft mit Kamui Kobayashi zusammen. In der 56. Runde kollidierte der Lotus Renault GP-Pilot mit dem Japaner, knallte dann über seinen eigenen Frontflügel und landete in der Bande. Das vorzeitige Aus für Heidfeld. "Ich war überrascht, er stand auf einmal da", grübelte der 33-Jährige. "Er blieb fast stehen und ich konnte es nicht verhindern, ihm reinzufahren." Kobayashi war ins Nasse gekommen und hatte deshalb an Speed eingebüßt.
Heidfeld unterstellte dem Japaner natürlich keine Absicht, doch das Rennen war gelaufen. "Das waren viele Punkte, die wir nicht mit nach Hause nehmen können", ärgerte sich Heidfeld. Bis zum Crash hatte er auf dem fünften Platz gelegen. Das Rennen auf dem Circuit Gilles Villeneuve enttäuschend verlaufen, denn Heidfeld haderte mit der Performance seines R31. Renault hatte sich für ein Regensetup entschieden, doch dieses schien nicht die erhoffte Wirkung zu zeigen.
Schlechte Pace
"Unsere Pace war im Regen nicht gut", gestand der 33-Jährige. "Je trockener es wurde, desto besser lief es." Dabei war ihm klar, dass die Autos, die schon im Qualifying schneller gewesen waren, auch im Rennen die Nase vorn hatten. Die Kollision mit Kobayashi war allerdings nicht der einzige Zwischenfall für Heidfeld am Sonntag. Er rasselte auch mit Felipe Massa und Paul di Resta aneinander.
Vor allem über den Force-India-Piloten war er verärgert. "Der ist mir einfach hinten drauf gefahren", schimpfte Heidfeld. "Ich hatte Glück, dass ich mich da nicht gedreht habe und nichts kaputt gegangen ist." Später habe sich der F1-Rookie auch noch bei Heidfeld beschwert, dabei traf "Quick Nick" in diesem Fall keine Schuld. Der Zusammenstoß mit Massa war kurz nach der zweiten Safety-Car-Phase passiert. Heidfeld war nicht sicher, ob er den Ferrari-Piloten regelwidrig überholt hatte, deshalb ließ er ihn wieder passieren. Dabei berührten sich die beiden.



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