Virgin Racing hatte beim Qualifying zum Großen Preis von Kanada auf Regen spekuliert - und sich verzockt. "Das war ein harter Tag für uns", bilanzierte Timo Glock. Der Deutsche geht am Sonntag vom 22. Platz aus ins Rennen. "Wir hatten uns darauf konzentriert, ein Setup für nasse Bedingungen zu schaffen, weil die Vorhersagen auf Regen hindeuteten." Deshalb sei die Downforce des MVR-02 eher für ein Regenrennen gemacht als für trockenen Asphalt.
Glock hofft für das Rennen auf Mithilfe des Regengottes, äußerte sich jedoch nicht allzu optimistisch. "Es wird wahrscheinlich schwierig, das noch einmal herumzudrehen, aber immerhin besitzen wir genügend Abtrieb, um die Reifen zu schonen. Teamkollege Jerome d'Ambrosio war bereits in Q1 an der 107-Prozent-Hürde gescheitert, doch die Stewards hatten ein Einsehen: Der Belgier darf trotzdem am Sonntag ins Rennen starten.
Das schwache Resultat im Qualifying war offenbar auch eine Folge von d'Ambrosios Unfall am Vortag. Der F1-Rookie hatte seinen Boliden in der Mauer geparkt - die Mechaniker mussten eine Nachtschicht einlegen, um das Auto wieder fahrbereit zu machen. "Das Auto fühlte sich im Vergleich zum Vortag völlig anders an", stellte d'Ambrosio fest. "Deshalb war Timos Pace repräsentativer für das, was wir eigentlich im Qualifying hätten erreichen sollen."



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