Nick Heidfeld konnte in Montreal im Qualifying überzeugen, was in der bisherigen Saison nicht immer der Fall war. Lotus Renault GP-Teamchef Eric Boullier hatte bereits die Qualifying-Performance des Deutschen angesprochen, doch dieser betont, dass das Team voll und ganz hinter ihm steht. "Es war nicht so, dass Eric mit dem Finger auf mich gezeigt hätte. Er hat einfach mehr Konstanz von mir gefordert und ich hatte bereits zuvor dieses Problem angesprochen", verriet Heidfeld.

Der Deutsche bewertet weder die Missgriffe noch die Erfolge über. "Heute war ein guter Tag, aber ich hoffe, dass ich in den kommenden Rennen beweisen kann, dass ich mich verbessert habe", so Heidfeld. Bereits in den vergangenen Wochen hat er an seinem Fahrstil gefeilt. "Ich habe eine andere Linie ausgewählt, die ich jetzt fahre. In China haben mich auch die Bremsen Zeit gekostet. Wir versuchen jetzt herauszufinden, ob es an meinem Fahrstil lag oder an der Bremsbalance", erklärte der Lotus Renault GP-Pilot.

Größere Abstände erwartet

In Montreal konnte er als Neunter immerhin Vitaly Petrov hinter sich halten - dabei fuhr er mehr Flügel als sein Teamkollege. "Das hat mich 10 km/h gekostet. Vor dem Qualifying dachten wir, dass wir weiter weg von Mercedes und McLaren wären. Jetzt sind es nur drei Zehntel bis P6. Wenn wir das vorher gewusst hätten, dann weiß ich nicht, ob wir das Gleiche gemacht hätten", verriet Heidfeld. Im Rennen hofft er auf Regen.

"Mal sehen, was hier drin ist. Es ist hier möglich zu überholen, aber vom Speed her sind wir da, wo wir hingehören. Es wird interessant wie es Mercedes im Rennen geht. Gestern waren sie auf den Longruns ganz gut unterwegs", erklärte der Deutsche. Unabhängig vom Regen rechnet er mit ein bis drei Boxenstopps. "Ich gehe davon aus, dass wir alles sehen werden", so Heidfeld.