Vitaly Petrov startet am Sonntag vom zehnten Startplatz aus ins Rennen - der Russe landete nur hauchdünn einen Platz hinter Teamkollege Nick Heidfeld. Dabei waren beide Lotus Renault GP-Piloten auf unterschiedlichen Setups unterwegs. "Nick hat mehr Downforce, ich dafür mehr Speed", erklärte Petrov. "Wenn es kalt wird, braucht man mehr Downforce, um die Reifen aufzuwärmen und einen guten Speed in den Kurven zu haben."
Die meisten Teams sind mit einem speziellen Low-Downforce-Paket nach Kanada gereist, um den Anforderungen des Circuit Gilles Villeneuve gerecht zu werden. Doch Petrov wollte nicht allzu viel Zeit mit Taktikgeplänkel verbringen. "Wir bleiben bei unserem Plan und machen uns nicht allzu viele Gedanken", meinte er. Schließlich hätten die Rundenzeiten von ihm und Heidfeld gezeigt, dass es keine gravierenden Unterschiede gebe.
Was war passiert?
Petrov war mit seiner Qualifying-Performance vor dem siebten Rennen der Saison nur teilweise zufrieden. Bis zum zweiten Segment sei es noch gut gelaufen, doch dann kam das entscheidende Q3. "Irgendwas war dort passiert, vielleicht hat sich die Streckentemperatur verändert", grübelte Petrov. "Ich hatte Probleme, die Reifen ans Arbeiten zu bekommen, was Untersteuern zur Folge hatte. Es war schwierig, das Auto zu fahren." Petrov hadert sowieso gern mal mit den Pirelli-Reifen.
Schon in Monaco lief es nicht optimal, doch allmählich freundet sich Petrov mit der weichen und superweichen Mischung an. "Langsam bekommen wir ein Gefühl dafür", so der Renault-Fahrer. "Ich gewöhne mich mehr und mehr daran." Es sei wichtig, am Sonntag einfach das Beste aus den beiden Mischungen herauszuholen.



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