Nachdem Mark Webber am Vormittag keine einzige Runde drehen konnte, stellte er seinen RB7 am Nachmittag immerhin auf Startplatz vier, direkt hinter Teamkollege Vettel und die beiden Ferraris. "Ich bin insgesamt ganz glücklich mit dem Ausgang des Zeittrainings. Ich muss mit diesem Resultat zufrieden sein, denn ohne die Möglichkeit, im dritten Training zu fahren, war es vom Team eine gute Leistung, ohne KERS trotzdem noch in die zweite Startreihe zu kommen", so Webber nach der Qualifikation.

"Die Jungs haben einen guten Job gemacht, um das Auto noch rechtzeitig fertig zu bekommen. Dadurch dass wir kein KERS hatten, haben wir natürlich etwas Zeit verloren, aber das können wir jetzt nicht mehr ändern", so der Australier, der anfügte: "Wir müssen einfach kühlen Kopf bewahren und voll angreifen. Vom Team war es eine starke Leistung, nach diesen Problemen ein Auto auf die Pole-Position und das andere auf Platz vier zu bringen."

Wetter eine große Unbekannte

Für Sonntag erwartete er trotz der fehlenden Zeit vom Vormittag aber keinen Nachteil. "Das Rennen sollte davon nicht all zu schlimm beeinträchtigt werden, denn heute Vormittag wäre es eigentlich eh nur um die Qualifying-Vorbereitung gegangen - auch wenn einige der anderen Teams sich dafür entschieden haben, ein bisschen an der Leistung in den Long-Runs zu arbeiten", meinte der Vierte der Qualifikation, der trotz aller Probleme insgesamt ein interessantes Rennen erwartete.

"Der Verlust des dritten Trainings war jetzt nicht so schlimm, wenngleich so etwas nie gut ist, weil Zeit auf der Strecke einem auf jedem Kurs weiterhilft", so Webber. Eine große Unbekannte, seien für den Sonntag zudem noch die äußeren Bedingungen. "Wir wissen auch nicht, was morgen für ein Wetter sein wird und ich glaube es wird ziemlich durchwachsen. Da müssen wir uns dann auf die Streckenbedingungen und auf den Reifenzustand konzentrieren", sagte der Red-Bull-Pilot.