"Generell ist Platz sechs gut - da kann man drauf aufbauen", lautete nach dem Zeittraining das Urteil von Nico Rosberg. "Wir haben heute viel mehr auf das Rennen hingearbeitet, auch schon im Training und mehr noch als sonst. Es ist gut möglich, dass wir das morgen durchziehen können", hoffte der Wahl-Monegasse. Wie weit nach vorne es am Ende gehen könnte, wollte Rosberg aber noch nicht abschätzen. "In die Top-3 zu fahren wird schwierig, aber wir können näher herankommen", so der Silberpfeil-Pilot.

"Ich glaube, dass wir uns im Rennen verbessern können - besonders im Vergleich zu unserer Pace in Monaco. Außerdem ist es gut, heute einen Satz Reifen gespart zu haben", meinte der Wiesbadener. Inwiefern das Wetter und der drohende Regen sich auf die Abstimmung ausgewirkt haben, wollte der 25-Jährige nicht verraten.

"Wir haben über Regen nachgedacht - unser Set-Up ist in jedem Fall sehr auf das Rennen ausgerichtet, egal ob Regen kommt oder was auch immer", so der Mercedes-Fahrer. Sein Teamkollege Michael Schumacher, der als Achter erneut das Qualifying-Duell gehen seinen jüngeren Stallgefährten verlor und nun mit 1:6 hinten liegt, haderte ein bisschen mit seiner schnellsten Runde.

Montreal kommt dem Auto entgegen

"Platz acht ist okay, aber keine optimale Situation. Ab Kurve vier hat sich leider die Bremskraft verringert. Ich hoffe, dass da nichts ernstes ist und es kein Problem für das Rennen gibt", so der Kerpener. Insgesamt würde Montreal dem Mercedes aber liegen. "Es scheint so, dass weniger Kurven uns helfen und Stop-and-Go scheint dem Auto mehr entgegenzukommen", so Schumacher.

Michael Schumacher hatte zwar ein kleines Problem - insgesamt sei Platz acht aber in Ordnung gewesen, Foto: Mercedes GP
Michael Schumacher hatte zwar ein kleines Problem - insgesamt sei Platz acht aber in Ordnung gewesen, Foto: Mercedes GP

Der Kerpener verriet zudem: "Die kühlen Bedingungen sind auch ausschlaggebend. Für das Rennen sollte also alles in Ordnung aussehen. Wir haben über das Wochenende in die richtige Richtung entwickelt und auch die Long-Runs heute Vormittag sahen ganz gut aus." Zufrieden mit dem Ergebnis war somit auch Teamchef Ross Brawn.

"Mit den gesparten Reifen haben wir uns selbst eine Chance erarbeitet. Alles in allem war es also ein anständiger Nachmittag. Wir müssen noch etwas Zeit finden, aber bis jetzt haben wir das Beste aus dem Wochenende herausgeholt", so der Brite. Sportchef Norbert Haug war daher insgesamt ebenso zufrieden mit der Leistung der Silbernen.

"Eine ordentliche Leistung vom Team und den Fahrern. Nico liegt als Sechster acht Zehntel hinter Sebastians Pole und Michael ist als Achter nur ein halbes Zehntel langsamer als Nico", meinte der Schwabe. "Heute Vormittag im Abschlusstraining hatten wir eine Rennsimulation mit ordentlichen Zeiten und danach im Qualifying haben wir konsequent Reifen gespart. Vielleicht hätten wir mit zwei Versuchen in Q3 als Vierter oder Fünfter losfahren können", so Haug, der jedoch erklärte: "Frische Reifen für morgen sind aber wichtiger."