Auf der Ergebnisliste sahen die Plätze 13 und 14 für Jarno Trulli und Heikki Kovalainen in Monaco nicht unbedingt schlecht aus, dennoch konnte man nicht ganz zufrieden sein. Während Kovalainen mit dem Reifenabbau zu kämpfen hatte und zwei Drittel des Rennens auf den Plätzen 18-20 fuhr, ärgerte sich Mike Gascoyne direkt nach der Zielflagge über Jerome D'Ambrosio, der drei Runden lang blaue Flaggen ignorierte und damit den Versuch noch ein Stück nach vorn zu kommen vereitelte.

Nur Jarno Trulli ließ sich die gute Laune nach einem starken Rennen mit erfolgreicher Reifenstrategie nicht verderben. "Das ist ein tolles Ergebnis für das Team, das beste in dieser Saison und damit sind wir sehr zufrieden", sagte der Italiener. "Ich konnte einen guten Start hinlegen – ich wünschte das hätte schon in den ersten Saisonrennen so toll geklappt. Danach hielt ich meine Position und fuhr mit den anderen mit, aber das Safety Car hat unsere Strategie durcheinander gebracht." Denn der herausgearbeitete Abstand zu den direkten Gegnern war dahin und ein Angriff nach weiter vorn war trotz Zwei-Stopp-Strategie nicht mehr möglich.

Start verhauen

Für Heikki Kovalainen erwies sich die gewählte Strategie aus anderen Gründen für nicht ideal, der Finne hatte mit dem starken Reifenabbau zu kämpfen. Zwar konnte das Team bei der gewählten Renneinteilung bleiben, doch musste man gleich zweimal auf die harte Mischung wechseln, um einen zusätzlichen Stopp zu vermeiden. "Es war eigentlich nur ein durchschnittliches Rennen für mich, aber die Plätze 13 und 14 sind natürlich toll für das Team", sagte der 29-Jährige. "Ich habe schon am Start eine Position verloren und damit war das Rennen so gut wie gelaufen. Der erste Stint war schwierig und im zweiten hatte ich nicht den richtigen Rhythmus, weil ich die anderen Autos vorbei lassen musste."

"Nach dem zweiten Stopp konnte ich endlich Druck machen, aber auch das hat nicht viel gebracht. Dennoch, insgesamt war es ein gutes Wochenende und in zwei Wochen werden wir in Montreal da anknüpfen und weiter kämpfen."