Ferrari hatte am Dienstag auf die anhaltenden Probleme während der Saison reagiert und Technik-Chef Aldo Costa aus dem Amt enthoben. Stattdessen wird die Arbeit nun auf mehrere Schultern verteilt. "Wir brauchten eine Reaktion", kommentierte Fernando Alonso die Personalentscheidung. "Vielleicht war es das Beste. Hoffentlich sind wir in Zukunft konkurrenzfähiger."
Der 150° Italia bereitet der Scuderia arge Probleme. Nur ein Podestplatz von Alonso steht bislang auf der Habenseite der Italiener, mit dem Sieg hatte das Team noch nichts zu tun. Red Bull und McLaren sind Ferrari enteilt - derzeit ist man höchstens die dritte Kraft in der F1. "Wir brauchen jetzt ein besseres Auto, damit wir um die Weltmeisterschaft kämpfen können", forderte Alonso das Team in Maranello auf.
Noch nichts entschieden
Deshalb sei eine Reorganisation innerhalb Ferraris nötig gewesen, um keine Zeit auf dem Weg zum großen Ziel zu verlieren. Alonso hat den Kampf um die WM-Krone noch lange nicht aufgegeben. "Wir sind erst fünf Rennen gefahren. Vor einem Jahr sah es auch nicht viel anders aus", erinnerte sich der Spanier zurück.
Im vergangenen Jahr hatte es zwar auch nicht mit dem WM-Gewinn geklappt, doch die Entscheidung fiel erst im letzten Rennen. "Wir sind optimistisch, dass wir die Situation ändern können", richtete Alonso eine Kampfansage an Red Bull. Die Bullen gehen auch in Monaco als großer Favorit an den Start, doch Alonso wollte nicht vorschnell urteilen. "Monaco ist anders als die vergangenen Rennen", erklärte er. "Wir haben hier in den vergangenen Jahren schon viele Überraschungen erlebt."
Etwas ganz Spezielles
Noch immer schmerzt der Fakt, dass Alonso bei seinem vergangenen Heimrennen überrundet wurde. "In Spanien waren wir nicht konkurrenzfähig, aber in Monaco sieht das anders aus", so der zweifache Weltmeister. Die aerodynamische Performance spiele im Fürstentum keine so entscheidende Rolle, Alonso hoffte auf ein gutes Ferrari-Wochenende mit möglichst vielen WM-Punkten.
Überhaupt sei ein Sieg in Monaco etwas ganz Besonderes. "Das ist etwas ganz Spezielles", schwärmte Alonso. "Als Kinder haben wir die Rennen früher im Fernsehen geschaut. Jetzt sitzen wir selbst hinterm Lenkrad - das ist ein fantastisches Gefühl." Noch fantastischer wäre wohl der erste Ferrari-Sieg in diesem Jahr.



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