Lewis Hamilton, der der Einzige ist, der Sebastian Vettel in diesem Jahr schlagen konnte, war es auch in Barcelona, der dem Heppenheimer den Schweiß auf die Stirn trieb. Runde für Runde schob sich der McLaren-Pilot an Vettel heran, aber es reichte nicht für ein Überholmanöver. Als schließlich einige Runden vor Schluss seine Reifen nachließen und er sich auch noch verbremste, war der Sieg außer Reichweite. Doch Hamilton war dennoch zufrieden. "Heute kann ich nicht enttäuscht sein", resümierte der 26-Jährige, der die tolle Arbeit seines Team lobte.

Nicht unglücklich über Alonso

Doch das Rennen begann nicht glücklich für den McLaren-Pilot. Denn bereits am Start verlor er seine dritte Position, durch den sensationell startenden Lokalmatador Fernando Alonso. "Es war zwar nicht der beste Start, aber er war gut", war der Brite dennoch zufrieden. Zudem war er nicht allzu unglücklich, dass der Ferrari auf der ersten Position lag. "Ich konnte an den Red Bull dranbleiben, da sie von Alonso aufgehalten wurden", erklärte er die Startphase.

Auch seine vier Boxenstopps hätten einwandfrei funktioniert und es ihm überhaupt ermöglicht die zweite Position zu erreichen. Tatsächlich konnte Hamilton anfänglich nach jedem Stopp eine Position gewinnen. Doch auch der MP4-26 kassierte ein Lob. "Wir hatten im Laufe des Rennens eine gute Geschwindigkeit", freute sich der McLaren-Pilot. Allerdings reichte diese nicht, um am Weltmeister vorbeizukommen. "Er hatte tollen Abtrieb in den Kurven. Daher war es nicht möglich näher heranzukommen und zu überholen", schilderte Hamilton die entscheidenden Runden.

Hamilton feierte gemeinsam mit Teamkollege Button, Foto: Sutton
Hamilton feierte gemeinsam mit Teamkollege Button, Foto: Sutton

Gutes Ergebnis

Allerdings hadert der Weltmeister von 2008 nicht mit seinem Platz. "Trotzdem, so weit vorne zu sein und Punkte zu holen, war gut für mich und Jenson", machte der McLaren-Pilot deutlich, der gemeinsam mit seinem Teamkollegen Jenson Button auf den Podest stand. Durch die gewonnenen Punkte bleibt er weiterhin mit 77 Zählern auf Platz zwei der Fahrerwertung, wenngleich Vettel mit 118 Punkten unangefochten an der Spitze liegt.