Michael Schumacher hat mit dem sechsten Platz in Barcelona sein bisher bestes Saisonergebnis gefeiert. Entscheidend war dabei der gute Start des Mercedes-Piloten. Schumacher hatte beim Qualifying seine weichen Reifen gespart und war deshalb von P10 ins Rennen gegangen. "Ich kam relativ gut vom Fleck", so der Rekord-Champion. "Das half mir, mich zu positionieren." Schumacher preschte beim Start durchs Feld und ordnete sich schnell auf dem sechsten Platz ein.
"Da hat mir der ein oder andere den Gefallen getan, die Mitte frei zu lassen", so Schumacher. Er nutzte die Lücke und drängelte sich ins vordere Feld. Wirklich wohl habe er sich dort allerdings nichts gefühlt, weil es keinen Platz zum Ausweichen gegeben habe. Doch diesmal schaffte es Schumacher Kollisionsfrei durch Turn 1. "Ich hatte auch keine andere Option. Deshalb bin ich mitten durch und das hat funktioniert", stellte Schumacher fest.
Balance und Pace eher dürftig
"Dann hatte ich eine gute Ausgangslage und konnte die bis zum Schluss auch halten", bilanzierte der 42-Jährige. Es sei ein solides Rennen gewesen, doch begeistert war Schumacher nicht unbedingt von seinem MGP W02. Das Auto habe im Vergleich zum Qualifying an Performance verloren. "Ich weiß nicht, was passiret ist, aber die Balance und die Pace waren eher dürftig", so der Silberpfeil-Starter. "Das Auto war nicht sehr komfortabel zu fahren, weil ich starkes Übersteuern hatte." Das habe zu einem hohen Reifenverschleiß geführt.
Das spielte besonders bei dem von Strategie geprägten Rennen auf dem Circuit de Catalunya eine entscheidende Rolle. Mercedes hatte sich - im Gegensatz zu den Top-Teams - für eine Dreistopp-Strategie entschieden. In der Folge wurde Schumacher gar überholt. "Das war bei den Rundenzeiten heute kein Wunder", stellte er nüchtern fest. Trotzdem habe ihm das Rennen Spaß bereitet, so Schumacher.



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