Zwei Rennen, zwei Mal Punkte, der Saisonstart ist für Force India prinzipiell ordentlich verlaufen - auch wenn in Melbourne erst die Disqualifikation von Sauber für Punktesegen sorgte. Teamchef Vijay Mallya ist jedenfalls zufrieden, denn er hat in den vergangenen Wochen durchaus Fortschritte gesehen, nachdem die Wintertests nicht ganz einfach gelaufen waren. "Wir haben die Köpfe unten behalten und uns auf unsere Arbeit konzentriert", sagte der Inder.

Daher sprach er den Teams in Brackley und Silverstone auch sein Lob für die Arbeit am VJM004 aus. Vor allem aber war er schon gespannt auf die Updates, die in den kommenden Rennen auf das Auto kommen sollen. "Ich bin optimistisch, dass wir uns weiter verbessern werden und Fortschritte bei der Steigerung der Pace machen. Wir kommen mit erhobenen Häuptern nach China und sind guter Dinge für ein weiteres erfolgreiches Rennen", erklärte Mallya.

Sutil erwartet einzigartige Kurven

Auf China freute sich aber nicht nur der Teamchef, sondern auch seine Fahrer. Adrian Sutil mag die moderne Strecke mit ihrem großen Paddock. "Der Kurs hat einzigartige Kurven, es gibt sehr lange Rechtskurven, wo man alles richtig hinbekommen muss, damit man einen Vorteil herausholt. Es gibt verschiedene Linien, die man nehmen kann, also kann man eine Runde auf verschiedene Arten angehen. Zudem ist da die lange Gerade, wo man normalerweise gut überholen kann", meinte Sutil. Lediglich das Wetter gab ihm zu denken, denn es kann manchmal auch kalt und nass sein.

Ähnlich wie der Deutsche war auch Paul di Resta schon auf das Rennen in China gespannt. Die technische Strecke wollte er nach einem Kurzeinsatz im Vorjahr gerne besser kennenlernen, besonders gespannt war er aber auf den verstellbaren Heckflügel. Denn nach seiner Meinung sollte das Drag Reduction System (DRS) auf der langen Geraden besonders gut funktionieren. "Die Kurven sind sehr lange, sie haben große Radien", sagte er noch und meinte zur Stadt Shanghai: "Ich habe Shanghai voriges Jahr zwei Mal besucht und es ist riesig mit einer tollen Kultur und großartigen Sehenswürdigkeiten. Es sollte ein gutes Wochenende werden."

Hülkenberg ist allzeit bereit

Diesmal nur einen Kurzeinsatz in Shanghai haben wird Nico Hülkenberg, der als Ersatzfahrer von Force India wieder im ersten Training ins Auto darf - diesmal in Sutils. Seine Aufgabe wird darin bestehen, die harten Reifen zu evaluieren. Dass er erstmals in Sutils Auto sitzt, machte ihm keine Sorgen. "Ich kenne das ganze Team und die Ingenieure sehr gut. Während des Rennwochenendes versuche ich, den Ingenieuren bis zu einem gewissen Grad zu helfen, wenn wir Meetings haben. Ich höre mir das Feedback der anderen Fahrer an, um für die Zukunft ihre Erfahrungen zur Strecke zu speichern und ich spreche dann mit den Ingenieuren, um zu sehen, in welche Richtung sie gehen. Die Meetings halten mich auch mit den aktuellen Fakten der Formel 1 auf dem Laufenden, also bin ich jederzeit bereit, um ins Auto zu steigen, sollte es nötig sein", sagte Hülkenberg.