Irgendwie haben Heimrennen das Stigma an sich, dass es ausgerechnet dort nicht ideal laufen will - siehe Mark Webber beim Australien Grand Prix als Beispiel. Das Team Lotus erwischte am Freitag zumindest schon einmal keinen idealen Start in sein Heim-Wochenende beim Malaysia Grand Prix. Dabei hielten sich die Probleme bei Jarno Trulli noch in Grenzen.

"Wir konnten einen Großteil des Programms durchziehen, weil aber der Verkehr meine schnellste Runde behinderte, ist unsere echte Pace wohl noch etwas verschleiert", sagte Trulli, der auch Probleme mit der Servolenkung gehabt hatte. "Das ist etwas hart, da wir eine tolle Vorbereitung auf das Rennen hier hatten. Die Unterstützung der Fans und der Medien in Malaysia war toll, also werden wir daran arbeiten, für morgen und Sonntag eine gute Pace zu haben."

Kovalainen musste gleich wieder rein

In dieser Beziehung noch viel Arbeit vor sich hat Heikki Kovalainen, da er am Vormittag sein Auto Davide Valsecchi überlassen musste und am Nachmittag wegen eines Problems mit dem Differential nur vier Runden fahren konnte. "Es war einfach einer dieser Tage. Ich ging in der zweiten Session raus und spürte, wie am Heck etwas ausließ, also kam ich gleich wieder rein", erzählte der Finne. Danach reichte die Zeit nicht mehr, um das Auto rechtzeitig wieder flott zu kriegen, doch Kovalainen ging davon aus, mit den Daten seiner Teamkollegen alles im Griff zu haben.

Valsecchi war seinerseits glücklich über seinen Einsatz am Morgen. Zwar konnte er auf seinem letzten Run wegen eines Problems nicht mit frischen Reifen auf eine schnelle Zeit gehen, doch das störte ihn nur am Rande. "Es ist heiß und feucht, das macht es nie leicht, aber die Strecke war in Ordnung. Das Auto fühlte sich wirklich gut an, aber durch die limitierte Zeit war es wichtig, es locker zu nehmen und das Auto nicht ans Limit zu bringen", erklärte Valsecchi, der auch in China auf einen Freitags-Einsatz hoffte.

Lob für den Nachwuchs

Lob bekam der Italiener von Team Lotus Technikchef Mike Gascoyne, ansonsten sah der Brite aber einen Tag mit zwei Hälften. Der Vormittag war aus seiner Sicht gut gelaufen, da neben Trulli Informationen über den harten und den Entwicklungs-Reifen von Pirelli einfahren konnte. "Am Nachmittag hatten wir wohl ein Differential-Problem bei Heikkis Auto, weswegen er nur kurz unterwegs war, Entschuldigung dafür. Bei Jarno konnten wir den Großteil des Programms durchbringen, obwohl wir seine Servolenkung tauschen mussten", meinte er. Insgesamt stellte Gascoyne zufrieden fest, dass Lotus in Sepang näher am Mittelfeld dran zu sein scheint als in Melbourne, nun müsse nur noch die Zuverlässigkeit passen.