Nach dem eklatanten Performance-Unterschied zwischen Sebastian Vettel und Mark Webber in Australien hatte sich Red Bull auf große Fehlersuche begeben. "Wir müssen das ganze Auto auseinander bauen, um den Fehler zu finden", hatte der Australier - nur Fünfter in Melbourne - vehement gefordert.
Das taten die Mechaniker in Milton Keynes - mit zweifelhaftem Ergebnis. "Es gab ein paar Probleme, die dazu beitrugen", erklärte Teamchef Christian Horner. "Am nennenswertesten war wohl ein Problem mit einem hinteren Dämpfer. Wir haben natürlich sämtliche Komponenten ausgetauscht und denken, dass wir ein gutes Verständnis für die Sache besitzen."
Horner gab weiter an, dass es nicht die große Offenbarung bei der Fehlersuche gegeben habe. Stattdessen hätten scheinbar mehrere Komponenten eine Rolle gespielt und die große Lücke zwischen den Teamkollegen erzeugt. "Ich denke, es war eine Kombination verschiedener Faktoren. Sebastian war in elektrisierender Form. Vielleicht gab es auch eine Setup-Einstellung, die bei Marks Auto unterschiedlich war, aber wir sprechen hier von minimalen Differenzen", betonte Horner.
Vielleicht lag es auch an der Tatsache, dass Webber bei seinem Heimrennen traditionell nie so gut abgeschnitten hat, vermutete Horner weiter. Er glaubt, dass sich der 34-Jährige beim anstehenden Malaysia GP steigern wird, denn in der Vergangenheit seien er und Vettel nur ganz selten in Sachen Performance soweit von einander entfernt gewesen. Sicher ist nur: "Es gab bei Marks Auto keinen rauchenden Colt, der sagte: 'Ja, genau da liegt der Performance-Unterschied''', erklärte Horner symbolisch.



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