Der malaysische Regen hämmert auf das Fahrerlager von Sepang herunter. Donner hallt in nicht allzu großer Entfernung. Die Geräuschkulisse erinnert an einen Wasserfall. Sebastian Vettel bleibt gelassen. "Ich habe keine Schwimmflügel dabei, aber ich kann ja schwimmen", scherzt der Weltmeister. "Ich habe mein Seepferdchen gemacht."
Erfahrung mit den neuen Regenreifen von Pirelli konnte er in diesem Jahr noch nicht sammeln. "Aber wir haben Regenreifen, also muss ich mir keine Sorgen machen", sagt er. Die Wetterfrösche sagen bislang 20% Regenwahrscheinlichkeit für den Sonntag, aber 60% für den Samstag voraus. "Aber hier regnet es jeden Tag, die Frage ist eher, wann", meint Vettel.
Denn wenn es regnet, dann sei es wie unter der Dusche - oder eben einem Wasserfall. "Ein bisschen Regen kann ja unterhaltsam sein, sowohl für die Zuschauer als auch uns Fahrer, aber wenn es hier regnet, dann ist es schnell unfahrbar", kennt Vettel die tropischen Regenschauer aus eigener Erfahrung. 2009 musste das Rennen sogar nach 33 Runden abgebrochen werden. Gerade zur Rennzeit zwischen 16:00 und 18:00 Uhr Ortszeit ist in Sepang die Regenwahrscheinlichkeit am höchsten.
Aber auch im Trockenen erwartet die Teams eine Herausforderung. "In Melbourne waren die Reifen eine positive Überraschung, aber es ist zu bezweifeln, dass es hier genauso ist", sagt Vettel. "Die Temperaturen sind deutlich höher, die Gestaltung der Kurven belastet die Reifen viel mehr. Das wird sich auf die Haltbarkeit auswirken. Ich gehe davon aus, dass sie nicht so lange halten werden."



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