Das hatte sich Fernando Alonso wohl anders vorgestellt: Beim ersten Qualifying des Jahres zum Australien-GP landete der Ferrari-Pilot nur auf dem fünften Platz und muss sich am Sonntag erst einmal an die Phalanx aus Red Bull und McLaren heran kämpfen. Dabei hatte Ferrari während der Testfahrten neben Red Bull den besten Eindruck hinterlassen.

Während der Freien Trainings im Albert Park hatten McLaren und Red Bull zwar die Nase deutlich vorn, doch inzwischen weiß man, dass die Scuderia ihre Karten beim Training nur ungern auf den Tisch legt.

Kein Drama

Doch das Qualifying zeigte, dass sich Ferrari in der Hackordnung der Top-Teams erst einmal hinten anstellen muss. Trotzdem zeigte sich Alonso einigermaßen zufrieden mit seinem Resultat. "Mit der Position sind wir glücklich, nicht aber mit der Entfernung zur Pole Position", so Alonso im Hinblick auf die 1,7 Sekunden Rückstand zu Sebastian Vettel. "Das müssen wir uns anschauen und heute Nacht analysieren." Man müsse allerdings kein Drama aus der Sache machen, stellte er klar.

Alonso hatte allerdings eine Erklärung, warum es während des Qualifyings nicht so gut lief. Die Reifen hätten ein besseres Ergebnis nicht zugelassen - oder besser gesagt: die fehlenden Reifen. Für Q3 stand dem Doppel-Weltmeister nur noch ein frischer Satz der weichen Reifen zur Verfügung, nachdem er im Q1 einen zusätzlichen Satz verbraucht hatte.

Kein Risiko

"Wir nutzten beim Qualifying eine konservative Herangehensweise. Mit Risiko wären wir vielleicht Vierter geworden, aber mit der sicheren Variante Fünfter oder Sechster", erklärte Alonso. Für das erste Saisonrennen wollte man noch kein Risiko eingehen. "Mit nur einem Satz weicher Reifen versuchten wir beim Qualifying unser Bestes und Rang fünf ist mehr oder weniger, was wir erwartet haben." Dazu fügte Alonso noch an, dass der 150° Italia am Vortag über mehr Grip verfügt habe.

Vom enormen Speed Vettels schien Alonso nicht allzu beeindruckt. "Es ist wahr, dass die Lücke heute sehr groß war. Aber gestern sah es ziemlich eng zu Red Bull und McLaren aus, um ehrlich zu sein. Ich erwarte, dass das nicht unsere normale Pace war und morgen werden wir besser und besser werden", prophezeite er.