Force India hat als letztes der zwölf Teams seinen neuen Wagen der Öffentlichkeit präsentiert. Zumindest einer kleinen Öffentlichkeit, denn beim Online-Launch konnten tausende gespannte Zuschauer nicht mehr auf die Homepage der Inder zugreifen. Der Server war offenbar überlastet.

Eine Panne gleich zu Beginn ist kein gutes Zeichen, doch auf der Strecke könnte wieder alles ganz anders aussehen. Dafür will Formel-1-Neuling Paul di Resta mit dem brandneuen VJM04 sorgen. Nach seinem Aufstieg vom Test- zum Stammfahrer will der amtierende DTM-Champion auch in der Königsklasse für Furore sorgen.

Dort wird er direkt mit einer neuen Herausforderung konfrontiert: einer Armada an Knöpfen und Schaltern rund um das Lenkrad. "Es gibt eine Menge neuer Systeme, die bedient werden müssen, angefangen beim Heckflügel, über KERS bis hin zu den üblichen Balance-Möglichkeiten", erklärte der Schotte während der Präsentation. "Der verstellbare Heckflügel ist eine Herausforderung, jeder muss sich daran gewöhnen." Di Resta glaubt, dass ihm dieser Prozess als F1-Rookie leichter fallen werde, weil ihm die Vergleichsmöglichkeiten aus dem Vorjahr fehlen würden.

Paul di Restas neues Arbeitsgerät: der VJM04, Foto: Force India
Paul di Restas neues Arbeitsgerät: der VJM04, Foto: Force India

Auch über die unbekannten Strecken macht sich der 24-Jährige keine Sorgen: "Ich kenne bereits acht Strecken, den Rest lerne ich am Simulator. Unserer ist ziemlich präzise und das hilft schon, bevor man auf die Strecke geht."

Wie ein Einsitzer mit Dach

Auf die Frage, wie lange di Resta brauchen werde, um sich an die Formel 1 zu gewöhnen, antwortete er gelassen - und etwas überraschend. "Ich habe immer gesagt, dass die DTM wie ein Einsitzer mit Dach ist und das Rennen ziemlich schwer sind. Deshalb sorge ich mich nicht um mangelnde Fitness oder Konzentration. "

Als F1-Neuling wollte sich di Resta noch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, was ambitionierte Saisonziele betrifft." Ich möchte keine genauen Ziele benennen, denn dabei spielen so viele Faktoren eine Rolle, aber ich möchte ins Ziel kommen, konstant fahren und zur Gesamtleistung des Teams beitragen", erklärte der Teamkollege von Adrian Sutil ganz diplomatisch.