Paul, wie fühlt es sich an, ein Formel-1-Stammfahrer zu sein?
Paul di Resta: Natürlich bin ich auf mein Renndebüt gespannt. Damit habe ich eines meiner Langzeitziele erreicht, eines, das ich seit meinen Karttagen erreichen wollte. Das ist ein unglaubliches Gefühl. Ich habe in meiner Karriere sehr hart für diese Chance gearbeitet und dies nun mit Force India umzusetzen, einem Team mit Ambitionen, ist klasse. Ich kann es kaum erwarten, in Bahrain im Auto zu sitzen. Es kann nicht schnell genug losgehen!

Wie hast du dich auf deine erste Saison vorbereitet?
Paul di Resta: Ich habe an meiner Fitness gearbeitet, um bereit für die Rennen zu sein. Vor dem Testbeginn werde ich auch noch einige Male im Simulator sitzen. Wir werden das Testprogramm sehr bald festlegen, aber ich sollte bei jedem der Tests im Auto sitzen, damit das Team und ich so viele Informationen wie möglich über das neue Auto und sein Verhalten sammeln können. Ich habe so viel Zeit wie möglich in der Fabrik verbracht - obwohl ich das Team aus der letzten Saison sehr gut kenne, konnte ich meine Beziehungen festigen. Dank dessen arbeiten wir bestens zusammen.

Was bringt dir deine Erfahrung als Testfahrer?
Paul di Resta: Natürlich kenne ich das Team sehr gut und verstehe, wie die Leute arbeiten und die Abläufe aussehen. Das ist ein großer Vorteil, denn ich verbessere mich stetig, statt alles neu lernen zu müssen. Von den Freitagstests kenne ich auch einige der Strecken, also werde ich an diesen Rennwochenenden schneller in Tritt kommen und alles wird einfacher sein. Das ist eine tolle Situation für einen Fahrer, der sein Renndebüt gibt.

Auf welche Strecken freust du dich am meisten? Wie viel Erfahrung hast du auf ihnen?
Paul di Resta: Mein Heim GP in Silverstone wird sicher etwas ganz Besonderes sein. Im letzten Jahr konnte ich dort im Freien Training am Freitag fahren und als ich das erste Mal auf die Strecke fuhr, konnte ich die Fans jubeln hören. Die Atmosphäre war einmalig, also freue ich mich sehr auf dieses Rennen. Aber auf gewisse Weise sind alle Strecken etwas Besonderes - Monza hat eine lange Geschichte, Belgien ist eine unglaubliche Strecke und Singapur findet unter Flutlicht statt. Ich muss jede Chance maximal ausnutzen - auf und neben der Strecke.

Du bist der dritte britische Fahrer in diesem Jahr. Wie fühlt es sich an, in so große Fußstapfen zu treten?
Paul di Resta: Großbritannien hat in der Vergangenheit einige fantastische Rennfahrer hervorgebracht und Lewis [Hamilton] und Jenson [Button] haben in den letzten beiden Jahren überragt und Titel gewonnen. Es ist etwas ganz Besonderes, mit ihnen in der Startaufstellung zu stehen. Gleichzeitig ist es eine große Ehre, in die Fußstapfen so großer Namen wie Jackie Stewart und Jim Clark zu treten. Hoffentlich kann ich ihnen gerecht werden.

Paul di Resta steigt vom Ersatzfahrer zum Stammfahrer auf, Foto: Force India
Paul di Resta steigt vom Ersatzfahrer zum Stammfahrer auf, Foto: Force India

Wie sehen deine Ziele für die kommende Saison aus?
Paul di Resta: Ich muss zunächst sehr viel lernen und eine solide Basis legen. Ich muss die Strecken lernen, das Auto verstehen und die Informationen sammeln, die ich benötige, um unsere ambitionierten Ziele zu erreichen. Dafür müssen wir so viele Rennen wie möglich beenden und sicherstellen, dass wir in den Punkten landen.

Hast du gute Ratschläge mit auf den Weg bekommen?
Paul di Resta: Meine Familie ist sehr glücklich, dass ich diese Chance erhalte, aber niemand hat mir vorgeschrieben, was ich tun soll. Sollte ich aber Hilfe benötigen, muss ich sie nur fragen. Mein Vater hat genauso hart daran gearbeitet wie ich, dass ich jetzt an diesem Punkt in meiner Karriere bin. Es wird mich mit Stolz erfüllen, sein Lächeln zu sehen, wenn wir in der Startaufstellung in Bahrain stehen.

Fährst du in dieser Saison auch noch in anderen Rennserien?
Paul di Resta: Nein, ich konzentriere mich voll auf die Formel 1. Mit 20 Saisonrennen lässt der Rennkalender nicht mehr viel Zeit, um in anderen Serien zu starten! Ich habe lange auf diese Chance gewartet und nun möchte ich sie beim Schopfe packen und erfolgreich sein.

Du hast zwei sehr schnelle Teamkollegen, die beide F1-Erfahrung aufweisen - wie könnt ihr voneinander lernen?
Paul di Resta: Es ist ein Vorteil, dass ich zwei F1-erfahrene Teamkollegen habe. Sie kennen die Strecken, das Geschäft und wie man mit bestimmten Situationen umgeht. Gleichzeitig möchte ich meine Erfahrung der letzten Jahre einbringen, was ich über das Team weiß und wie meine Sicht der Dinge ist. Das wird sich sehr gut ergänzen.