2009 verzichtete Williams auf den Einsatz von KERS. Doch 2011 kehrt das Hybridsystem in die Formel 1 zurück und im Gegensatz zur Konkurrenz entwickelte der Rennstall eine eigene Lösung auf Basis einer Batterie. Beim ersten Saisontest in Valencia kam KERS erstmals zum Einsatz. Während das System am ersten Testtag noch für Probleme sorgte, konnte Pastor Maldonado am Donnerstag 100 Runden ohne Probleme abspulen.

"Innerhalb von fünf Runden war KERS komplett aufgeladen und danach war das System aktiv", erzählte Sam Michael. Obwohl man am ersten Testtag durch KERS wichtige Zeit auf der Strecke verlor, konnte Williams den ersten Saisontest erfolgreich abschließen. Maldonado markierte nicht nur die siebtbeste Zeit, sondern war damit auch der Viertschnellste in einem neuen F1-Boliden. "Das ist sehr gut", weiß Michael. "Wir haben einige Kilometer abgespult und das System besser kennengelernt. Wir verstehen jetzt, was funktioniert und was nicht. Wir hatten hier und da ein paar Probleme, aber das Auto ist solide."

Maldonado gewann durch die positiven Tests an Selbtvertrauen. "Ich fühle mich im Auto viel wohler, nachdem ich KERS und den neuen Heckflügel getestet habe. Ich arbeite auch besser mit dem Team zusammen und fühle mich jedes Mal besser, wenn ich in das Auto steige", so Maldonado. Michael ist überzeugt, dass der FW33 Potenzial hat. "Es ist noch zu früh für Vorhersagen, weil wir nicht wissen, wie die Spritmengen ausgesehen haben. Zudem werden sich alle Autos vor dem Saisonstart noch einmal verändern, aber konzeptuell unterscheidet sich unser Auto nicht viel von der Konkurrenz - mit Ausnahme von Lotus Renault und dessen Auspuff", so Michael.