Jarno Trulli ist in Valencia leer ausgegangen, was die Zeiten betrifft. Zwar spulte der Lotus-Fahrer 38 Runden auf dem Circuit Ricardo Tormo ab, eine verwertbare Zeit sprang allerdings nicht heraus. Schuld daran trug die defekte Servolenkung, mit welcher der Italiener seinen T128 über den Kurs pilotieren musste.

"Es ist schwer zu sagen, wozu das Auto fähig ist", musste Trulli deshalb gegenüber Autosport zugeben: "Aber ich habe ein gutes Gefühl, trotz der fehlenden Servolenkung, ohne die man den Wagen nicht vernünftig testen kann."

Bereits am zweiten Tag hatte das Team Probleme mit der Servo vermeldet, war aber zuversichtlich, alles rechtzeitig reparieren zu können. Am Ende waren die Probleme wohl doch zu schwerwiegend, als dass man schnell für Besserung hätte sorgen können. Trulli konnte es verschmerzen: "Ich fühle, dass alles in Ordnung ist, es läuft gut. Vom Heck bin ich beeindruckt. Es war ein positiver Tag."

Natürlich wolle man aber auch herausfinden, welche Zeiten der T128 auf der Strecke erreichen kann und wo man sich in Sachen Performance befindet. Dafür sei es jedoch noch zu früh. "Ein paar Dinge fehlen noch und deshalb können wir nicht am Setup arbeiten", sagte der 36-Jährige.

Bei den kommenden Testfahrten in Jerez soll der Wagen dann aber auf Herz und Nieren geprüft werden - Streckenzeiten inklusive. Trulli und Teamkollege Heikki Kovalainen bleiben im Gegensatz zu den anderen Teams noch einen Tag lang in Valencia - hinter verschlossenen Türen soll weiter gearbeitet werden. Das scheint auch dringend nötig zu sein, wenn man sich die Lotus-Performance in Valencia anschaut.