Mit jedem Tag rückt Heiligabend immer näher. Es ist die Zeit, um sich zu erholen und zu entspannen - und dennoch ist Michael Schumacher schon ganz heiß auf die neue Formel-1-Saison 2011. "Klar freue ich mich auf die Weihnachtstage mit meiner Familie", sagt er. "Aber ich merke auch, dass es schon wieder kribbelt."

Dabei sieht Schumacher allen Grund zur Zuversicht. "Wir haben die Saison mit einem guten Gefühl abschließen können: die Tendenz ging ganz klar in eine positive Richtung." Körperlich verspürte er keinerlei Probleme und die Arbeiten für 2011 laufen beim Team auf Hochtouren. "Alle arbeiten mit Volldampf für 2011", verrät Schumacher. "Das gesamte Team ist voll motiviert und auch zuversichtlich, dass die nächste Saison uns ein gutes Stück nach vorn bringen wird."

All das stimmt den Deutschen zuversichtlich, dass Mercedes GP im kommenden Jahr aus eigener Kraft um Rennsiege kämpfen kann. "Das sind Aussichten, die Lust auf den Wettkampf machen", sagt Schumacher. Vom WM-Titel spricht er bewusst nicht. "Der ist noch immer unser Ziel, das kann auch gar nicht anders sein", betont er. "Aber dies ist ein Dreijahres-Projekt, und auch wenn es klar schöner wäre, wenn es schneller ginge, reden wir hier doch von der Formel 1, der absoluten Spitze des Motorsports." Da könne man nicht eben mal so kommen, ein neues Team zusammen stellen und jeden schlagen.

Somit steht Schumacher eine weitere Herausforderung ins Haus. Mit seiner Comebacksaison ist er zufrieden. "Was die Ergebnisse betrifft, sind wir ganz klar hinter unseren Erwartungen geblieben. Aber das bedeutet nichts anderes als dass man um die Dinge kämpfen muss, die man erreichen möchte", so Schumacher, der nicht ans Aufgeben denkt. "Keiner von uns ist der Typ, der dann einfach die Flinte ins Korn wirft - im Gegenteil, so wie wir gestrickt sind, spornt uns das noch mehr an."

Er habe den Entschluss zum Comeback nicht bereut. Selbst die heftige Kritik störte ihn nicht. "Das ist okay, ich habe ja auch nicht immer gut ausgesehen", gesteht er. "Mit Kritik kann ich gut leben, man muss sie halt differenzieren; dann kann sie dich auch voran bringen."