Yung Cho Chung, der Chef des Korea Grand Prix, ist überzeugt, dass sein Rennen eine rosige Zukunft vor sich hat. Das Rennen wäre in diesem Jahr beinahe nicht ausgetragen worden, da Bauverzögerungen aufgrund von Wetterproblemen die Fertigstellung der Strecke immer wieder nach hinten verschoben. Dank viel Arbeit gelang es aber doch, den Kurs rennfertig zu machen und am vergangenen Wochenende bekam der Korea Grand Prix dann von der FIA auch die Auszeichnung für den besten Renn-Promoter. Zudem durften sich Chung und seine Mitarbeiter darüber freuen, dass die koreanische Nationalversammlung eine große Finanzspritze für den Event beschlossen hat.

"Es war dieses Jahr wirklich hart", sagte Chung. "Ich dachte nie an die Möglichkeit, das Rennen zu verschieben, aber das Wetter war schrecklich. Und dann war eine weitere schlechte Sache, dass die internationalen Medien immer wieder sagten, das Rennen könnte ausfallen. Also musste ich mich einerseits auf den Bau konzentrieren und dann gab es ein Problem auf Marketing-Seite, weil Leute ihre Karten abbestellen wollten. Aber das ist jetzt vorbei und ich denke, nächstes Jahr wird toll." Die FIA-Auszeichnung nahm er für sich als Anreiz, um es im nächsten Jahr noch besser zu machen. Dass Korea überhaupt den Preis bekam, machte er an der harten Arbeit aus, die alle in die rechtzeitige Fertigstellung der Strecke gesteckt hatten.

Mehr Unterstützung

Was die Unterstützung der Regierung betraf, so meinte Chung, dass die Politik zunächst wohl nicht verstanden hatte, wie groß die Formel 1 ist. Das habe sich nun geändert. "Und die Nationalversammlung hat bereits große Unterstützung für nächstes Jahr beschlossen. Und auch die Lokalregierung hat gemerkt, dass es gut für die Wirtschaft ist, also wird es nächstes Jahr eine stärkere Mitarbeit der lokalen und der zentralen Regierung geben - für den Tourismus und die Entwicklung anderer Bereiche. Ich weiß es zu schätzen, dass sie uns nun unterstützen", erklärte Chung gegenüber Autosport.

An der Strecke wird bis zum Rennen 2011 auch einiges gemacht. So wird die übrige Infrastruktur fertiggestellt und die Tribünen werden alle komplett sein. Zudem sollen Kurve 17 und die Boxeneinfahrt in Abstimmung mit der FIA etwas entschärft werden. "Wir werden versuchen, mehr Bäume und mehr Gras zu pflanzen, damit die Umgebung schöner ist - und wir versuchen, noch eine weitere Straße für die Zu- und Abfahrt zu machen. Alles wird besser sein." Auch bei der Unterbringung soll es Verbesserungen geben, so wird nahe der Strecke mit dem Bau von zwei Hotels begonnen, um den Formel-1-Tross besser beherbergen zu können.