Er wünscht es sich zwar nicht, aber Red-Bull-Technikchef Adrian Newey glaubt, dass sich die Hackordnung in der F1-Welt im kommenden Jahr durchaus ändern könnte. Der RB6 des Design-Genies war in diesem Jahr das klar schnellste Auto, doch aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung weiß Newey, wie schnell sich alles verändern kann. "Es ist unmöglich zu wissen [ob wir es nächstes Jahr wieder schaffen]. Ich denke, voriges Jahr waren wir Anwärter auf die Weltmeisterschaft. Dieses Jahr hatten wir das Glück, es zu schaffen. Nächstes Jahr könnte sich aber alles ändern", sagte der Brite gegenüber Telegraph TV.
Für ihn ist das aber einfach nur der normale Verlauf des Motorsports. Von Jahr zu Jahr gebe es keine Garantien, betonte er. "Wie wir immer wieder beobachten, können Teams nach oben kommen oder abstürzen. Wir werden einfach die Köpfe unten lassen und im Winter den bestmöglichen Job machen. Im März sehen wir dann, was es uns gebracht hat", sagte Newey.
Vorerst kann er aber noch ein wenig auf eine erfolgreiche Saison zurückblicken, bei der nach allen Höhen und Tiefen das Saisonfinale in Abu Dhabi der beste Moment für ihn war, als der Fahrer-Titel von Sebastian Vettel geholt wurde. "Wir glaubten, eine gute Chance auf den Konstrukteurs-Titel zu haben und holten ihn ein Rennen vor Schluss, das war fantastisch. Aber bei den Fahrern muss ich zugeben, dass ich am Sonntagmorgen in Abu Dhabi dachte: 'Wir werden das wohl nicht schaffen, wie schade.' Es dann sechs Stunden später doch geschafft zu haben, war unglaublich."

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