Die silbernen Wünsche wurden erhört: Am Freitag wünschten sich Nico Rosberg und Michael Schumacher Regen - den bekamen sie am Samstag. Trotzdem waren beide nach dem Qualifying enttäuscht. "Ich hatte mir mehr erhofft", gestand Schumacher, der im Q1 und Q2 gut vorne dabei war, dann aber auf abtrocknender Strecke im Q3 nicht mehr mit der Spitze mithalten konnte.

"Es lief nicht perfekt für uns", klagte er. "Ich hätte auf meiner Runde nicht schneller sein können und das einzige Problem war, dass meine Trockenreifen zu Beginn der Runde herunterkühlten, weil ich von der Rennlinie runter musste, um Sebastian [Vettel] und Mark [Webber] vorbeizulassen." Dabei hatte das Team beim Reifenwechsel extra lange gewartet, um Schumacher für seinen Run eine freie Lücke zu verschaffen.

Noch schlimmer erwischte es jedoch Nico Rosberg. Der zweite Deutsche im Silberpfeil flog schon im Q2 raus. "Platz 13 ist Quatsch", sagte er ehrlich. Für Rosberg war es erst die vierte Qualifyingniederlage der Saison gegen seinen Teamkollegen. "Das macht nicht wirklich Spaß", gestand er.

Der Grund für seine Probleme: "Ich hatte gar keinen Grip mit dem letzten Reifensatz, die Hinterachse war nur am Rutschen." Deshalb waren seine Reifen nach dem Q2 stark abgenutzt. Das Team fand noch einen weiteren Grund: "Ich wurde auch von Buemi aufgehalten", so Rosberg. Ross Brawn rechnet vor: "Wenn man die Sektorzeiten anschaut, hätte er es sonst locker ins Q3 geschafft."