Die 24h Nürburgring sprengen 2026 alle Rekorde: Mit 161 Fahrzeugen vermeldet der Klassiker das größte Starterfeld seit über zehn Jahren. Im Fokus steht ein ganz besonderer Debütant: Formel 1-Weltmeister Max Verstappen will die Grüne Hölle im Mercedes-AMG erobern.

Das Motorsport-Festival der Superlative macht seinem Namen alle Ehre. Vom 14. bis 17. Mai 2026 wird die Nordschleife Schauplatz eines historischen Ansturms: 161 Nennungen bedeuten das größte Feld seit 2014 (damals 165 Starter). Um diesen Ansturm zu bewältigen, musste der ADAC Nordrhein sogar das Reglement anpassen, das ursprünglich ein Limit von 150 Fahrzeugen vorsah.

Start beim 24H Rennen auf dem Nürburgring
Das Starterfeld sprengt 2026 den Rahmen, Foto: ADAC Gruppe C/Julian Schmidt

Möglich wurde die Erweiterung durch den "Spirit der Nordschleife": Viele Teams verzichteten auf Stellflächen im Fahrerlager, um Platz für Konkurrenten zu schaffen. Rennleiter Walter Hornung zeigt sich begeistert: "Dass wir dieses große Feld an den Start bringen können, ist nur möglich, weil viele Teams kooperativ mitgezogen haben. Hier ziehen alle an einem Strang – vom Weltstar bis zum Privatpiloten."

Verstappen-Mania in der Eifel

Die Schlagzeile des Jahres gehört zweifellos Max Verstappen. Der vierfache F1-Champion gibt sein lang erwartetes Debüt beim Langstrecken-Klassiker. Er startet unter der Flagge seines eigenen Teams Verstappen Racing in einem Mercedes-AMG GT3.

Unterstützung erhält er von einer absoluten Top-Besetzung: DTM-Star Lucas Auer, Langstrecken-Ass Jules Gounon und Nordschleifen-Experte Daniel Juncadella. Trotz kleinerer Rückschläge bei der Vorbereitung (Disqualifikation nach NLS1-Sieg und Technik-Pech bei den Qualifiers) gilt das Quartett als einer der Top-Favoriten auf den Gesamtsieg.

Abt-Lamborghini in der Eifel
Zählt zu den Favoriten: Abt-Lamborghini, Foto: ADAC Gruppe C Photography;

49 Top-Fahrzeuge: Neun Marken kämpfen um die Krone

Die Leistungsdichte an der Spitze ist 2026 so hoch wie nie zuvor. Insgesamt 49 Boliden kämpfen in den Top-Klassen (SP9, SP-Pro, SP-X und AT1) nicht nur um den Sieg, sondern bereits im dreistufigen Top-Qualifying um jedes Zehntel. Zu den Favoriten zählen mehrere Hersteller mit starken Aufstellungen: BMW tritt mit dem Titelverteidiger ROWE Racing sowie Schubert Motorsport an, während Porsche mit Manthey "Grello" und einer hochkarätigen Besetzung um Estre sowie die DTM-Champions Preining (2023) und Güven (2025) ins Rennen geht.

Mercedes-AMG schickt unter anderem Verstappen Racing und HRT ins Rennen, Audi vertraut auf Scherer PHX als Sieger der 24h Qualifiers. Lamborghini ist mit Abt Sportsline vertreten, während Aston Martin auf Walkenhorst Motorsport setzt. Zusätzlich schicken Ferrari, Ford und McLaren hochkarätige GT3-Autos ins Rennen, was die Markenvielfalt auf insgesamt neun Hersteller in der Top-Klasse erhöht.

Der Zeitplan für das 24h-Rennen Nürburgring 2026 ist da. Änderungen beim Rennstart, im Rahmenprogramm und beim Qualifying-Format. Mehr dazu hier: