Formel 1

Hätte viel früher Klarheit geschaffen - Sutil kritisiert Red Bull-Strategie

Adrian Sutil kann nicht verstehen, warum Red Bull nicht viel früher Klarheit zwischen seinen Piloten geschaffen hat. Er selbst freut sich auf Brasilien.
von Kerstin Hasenbichler

Motorsport-Magazin.com - Auch wenn der Große Preis von Korea nicht so verlief wie es Adrian Sutil erhofft hatte, hat der Deutsche durchaus etwas aus dem Rennen gelernt. Der Deutsche lässt sich auch nicht von der Strafversetzung um fünf Startplätze wegen seines Manövers gegen Kobayashi unterkriegen. "Die Strafe ist schon bitter, aber ich muss mich damit abfinden und das Beste daraus machen. Auch mit einer Strafe kann ich ein gutes Rennen haben. Alles ist möglich. Ich lasse mich nicht unterkriegen und freue mich auf ein gutes Wochenende", verriet Sutil.

Die Strecke sollte dem Force India entgegenkommen, genauso wie die Wettervorhersage. "Im Vorjahr hat alles ganz gut geklappt. Ich glaube nicht, dass es ein schlechtes Rennen für uns wird", sagte der Deutsche. In der Fahrerwertung liegt er mit 47 Punkten gleichauf mit Rubens Barrichello, Schumacher auf Rang neun sieht Sutil außer Reichweite. "Schumacher hat zuletzt sehr gute Rennen gezeigt. Es wird schwierig ihn einzuholen. Jetzt muss man sich eher auf den 10. Platz konzentrieren", meinte der Deutsche.

Jetzt ist es fast schon zu spät, um etwas zu tun.
Adrian Sutil

Sein WM-Tipp lautet Fernando Alonso, der auf ihn einen starken Eindruck macht. Allerdings will er auch nicht Webber, Hamilton oder Vettel völlig ausschließen, wobei für ihn Red Bull einen schweren Fehler gemacht hat. "Ich hätte schon viel früher Klarheit zwischen den Fahrern geschaffen. Jetzt ist es fast schon zu spät, um etwas zu tun. Beide Fahrer können die WM holen und man muss sich jetzt ausrechnen, will man einem Piloten größere WM-Chancen geben oder beiden - mit dem Risiko, das keiner den Titel holt", erklärte der Deutsche.

Zu diesem Zeitpunkt der WM sei Teamorder ein entscheidender Vorteil. "Ferrari hat einen Nr.-1-Fahrer und mit Massa zusätzlich noch einen Joker, der Unruhe stiften kann. Mit dieser Strategie haben sie die letzten Jahre die Weltmeisterschaften gewonnen", so Sutil. Was seine eigene Zukunft angeht, sieht sich der Deutsche 2011 bei Force India. "Im Moment mache ich viel mit Force India und ich bin durchaus bereit noch ein Jahr dranzuhängen, aber noch ist nichts unterschrieben. Die Entscheidung folgt nach der Saison - leider", verriet Sutil.


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