Elf Punkte trennen Mark Webber und Fernando Alonso in der WM-Wertung. Für den Australier ist dies kein Grund, sich als Favoriten auf den Titelgewinn zu sehen. "Wir sind momentan alle ziemlich ausgeglichen", sagt der Red-Bull-Pilot. Auch Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Jenson Button rechnen sich noch Titelchancen aus.

"Es kann ganz schnell gehen, positiv oder negativ", weiß Webber. Die WM stehe auf des Messers Schneide. Er selbst ist jedoch entspannt und geht den Japan GP wie jeden anderen Grand Prix an. "Ich werde alles geben und die Punkte werden von selbst kommen."

Etwas mehr muss Lewis Hamilton riskieren. "Ich werde alles geben, um aufzuholen", kündigte er an. Nach dem Unfall in Singapur habe er vielleicht zu schnell die Emotionen sprechen lassen. Noch glaube er an den WM-Titel. "Es sind noch vier Rennen zu fahren und wenn man die Geschichte und den bisherigen Saisonverlauf anschaut, ist es für mich nicht unmöglich."

Auch Webber macht dem McLaren-Piloten Mut. "Ich war in der Türkei und Silverstone sehr schnell, aber seitdem haben sich die Autos stark verändert - alle haben einen Schritt nach vorne gemacht", schreibt er seine Konkurrenten nicht ab. "Ich erwarte hier Ferrari auf der Jagd - alle drei Teams werden schnell sein."

Deshalb gibt sich Hamilton optimistisch. "Es liegt harte Arbeit vor mir, aber ich habe das Gefühl, dass meine Chancen genauso gut stehen wie die der anderen. Ich muss nur hart arbeiten und sicherstellen, dass ich die Rennen beende." Diese Maxime verfolgt auch Webber. "Ich denke noch nicht an die WM. Man muss am Ende der WM führen, nicht jetzt."