Nico Rosberg weiß nicht, was er vom Rennwochenende in Monza erwarten soll. Sein Auto wurde wieder etwas überarbeitet, am angeblasenen Diffusor, am F-Kanal, aber vieles hänge davon ab, wie konkurrenzfähig der F-Kanal der Konkurrenzteams bei weniger Abtrieb sei. Das Monza-Aeropaket beschreibt Rosberg als angepasste Version. "Es ist kein Superpaket", meint er.
Den 6. Platz von Spa-Francorchamps sieht Rosberg nicht als großen Aufschwung an. Im Gegenteil: "Das Problem ist, dass wir mit 6. Plätzen zufrieden sind. Das ist nicht gut, denn wir wollen Rennen gewinnen", betont er. So wie das Rennen gelaufen ist, von Startplatz 14 sei Platz 6 okay. "Aber daran dürfen wir uns nicht gewöhnen. Wir sollten mit einem 6. Platz sehr enttäuscht sein."
Für den Rest der Saison heißt das Ziel, vor Renault und Robert Kubica zu bleiben. "Aber das wird schwierig", weiß Rosberg. "Sie haben im letzten Rennen einen sehr großen Fortschritt erzielt und waren schon in Ungarn schneller als wir."
Konzentration auf 2011
Damit sich das für 2011 ändert, brauche das Team mehr Zeit, um sich einzuschießen und alles so zum Arbeiten zu bekommen, wie es sich Ross Brawn vorstelle. "Er weiß, wie man ein Siegerteam aufbaut", macht sich Rosberg keine großen Sorgen. Aber es sei wichtig, dass das Ruder bald herumgerissen werde.
"Denn es wird immer schwieriger für nächstes Jahr, wenn die Lücke größer wird", fürchtet Rosberg. "Klar kann man ein fantastisches Auto bauen, um den aktuellen Rückstand aufzuholen. Wir müssen aber vorsichtig sein, dass wir nicht zu weit zurückfallen, dann wird es sehr schwierig, den Rückstand im Winter aufzuholen."
Wenigstens einen Vorteil sieht Rosberg: Während Red Bull, McLaren und Ferrari sich noch auf den WM-Kampf konzentrieren, kann Mercedes GP bereits mehr in Richtung 2011 blicken. Zudem müssen die meisten Konkurrenten im Winter massiv an Personal abbauen, um den FOTA-Beschränkungen nachzukommen. "Das haben wir schon hinter uns", sagt Rosberg und betont: "Das war ein riesiger Schritt und hat unsere Performance beeinflusst. Die anderen Teams müssen da jetzt durch."



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