Sebastian Vettel kennt die Höhen und Tiefen des Formel-1-Geschäfts. Eben noch als WM-Favorit gefeiert, wurde er nach dem Rennen in Spa für einige zum Prügelknaben. "Es ist gut, nicht immer alles zu lesen", sagt der Red-Bull-Pilot. "Dann muss man sich hinterher auch nicht damit beschäftigen, ob man es glauben soll oder nicht."
Vettel hat ein klares Ziel, er möchte Weltmeister werden. Er weiß, was er tun muss, um dieses Ziel zu erreichen. Und sein Red Bull hat den Speed, um das umzusetzen. "Wir müssen in keiner Weise an uns zweifeln", sagt Vettel. Seinen Fahrstil wird er trotz der beiden Kollisionen in Istanbul und Spa nicht verändern.
"Es gibt keinen Grund, mich für dieses Rennen komplett umzustellen", betont er. "Wir haben ein sehr gutes Auto und die Chance, das Rennen zu gewinnen." Darauf müsse er sich konzentrieren. "Das Geheimnis ist, nicht auf zu viele Dinge zu achten. Wenn ich eine Überholchance sehe, werde ich immer angreifen. Manchmal klappt es eben nicht. So ist das Leben."
Es kann schnell gehen
In Monza würde Vettel ein Punkteregen gut tun. Allerdings wird das auf der McLaren-Strecke eher schwierig. "Noch sind sechs Rennen zu fahren, warten wir ab", meint Vettel. Lewis Hamilton und Mark Webber hätten in der WM einen Vorsprung, uneinholbar sei dieser aber nicht. "Es liegt an Fernando [Alonso], Jenson [Button] und mir aufzuholen."
In dieser Saison habe es schon viele WM-Spitzenreiter gegeben. Vettel möchte am liebsten jener am Ende der Saison sein. "Wir müssen auf uns schauen und punkten, wenn wir unsere WM-Chance am Leben erhalten wollen. Wenn Lewis jetzt nicht mehr punktet, sind die Chancen hoch, dass er nicht gewinnt. Es gibt keinen Grund, in Panik zu verfallen." Aufgrund des neuen Punktesystems klinge der Rückstand schlimmer als er sei.
Im Laufe der Saison habe das Team Fehler gemacht, habe er Fehler begangen und ist das Auto mit technischen Defekten ausgefallen. "Das ist normal", sagt Vettel. "Die Saison ist lang und es geht auf und ab. Jeder macht Fehler, man muss nur sicher stellen, dass man am wenigsten davon macht."



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