Vor einer Woche waren Ferrari und Fernando Alonso die Schnellsten, sogar einen Tick schneller als Red Bull. In Ungarn sah es gänzlich anders aus. "Wir waren das ganze Wochenende deutlich langsamer als beide", gestand Alonso nach dem Rennen. Der Speed der Red Bull war im Qualifying und im Rennen rund eine Sekunde schneller als jener der Scuderia.
Damit hatte Alonso aber gerechnet. "Das war für uns keine Überraschung", betonte er. "Wir waren heute sehr langsam im Vergleich zu ihnen, aber dank des Streckenlayouts und einiger Schwierigkeiten beim Überholen blieben wir konstant und fuhren auf Platz 2."
Normalerweise nur Dritter
Damit hatte Alonso nicht gerechnet. "Platz 3 war unser verdienter Platz", sagte er. In den Trainings und dem Qualifying sei er immer Dritter gewesen. Das erwartete er auch für das Rennen. "Das Ergebnis ist gut für uns, aber wir müssen unsere Renn- und Qualifying-Pace verbessern. Diesmal waren wir nicht schnell genug, um mit Red Bull zu kämpfen."
Der Spanier wurde sogar noch deutlicher: "Wir müssen uns verbessern, wenn wir um den Titel kämpfen wollen - hier war Red Bull unschlagbar und obwohl McLaren heute Probleme hatte, werden sie in Spa und Monza sehr stark sein." Dort erwartet sich Alonso von einigen Updates einen zusätzlichen Schub. "Hoffentlich schließen wir damit die Lücke zu den Besten."
Mark Webber habe ohne Probleme 40 Runden auf den weichen Reifen fahren können. Ferrari konnte seine Strategie nicht entsprechend anpassen. "Aber wenn man die Pace von Red Bull hat, funktioniert jede Strategie", meinte Alonso. Das Duell gegen Sebastian Vettel gewann er nur, weil der Hungaroring keine Überholmöglichkeiten bietet. "Er war ein oder zwei Sekunden schneller", gab Alonso zu. "Die Strecke half uns heute - auf einer normalen Strecke wäre es unmöglich gewesen, Platz 2 zu halten."



diese Formel 1 Nachricht