Mit sieben Punkten liegt Sauber in der Konstrukteurswertung auf Rang neun. Nach anfänglichen Schwierigkeiten scheint es beim Schweizer Rennstall langsam aufwärts zu gehen. In Silverstone schaffte zum vierten Mal ein Sauber-Bolide den Einzug ins Q3. "Die Entwicklung ist positiv. Es geht in kleinen Schritten vorwärts, die Richtung stimmt", zog Teamchef Peter Sauber eine zufriedene Bilanz. Beim ersten Rennen der zweiten Saisonhälfte scheint Sauber nun endlich konkurrenzfähig zu sein.

"Das kann man so durchaus sagen. Wenn man mit einem Rookie so knapp die Top-10 verpasst, dann ist das für den Rookie okay und auch für das Auto. Pedro [de la Rosa] hat sich heute Morgen schon sehr stark gezeigt. Ohne seinen Fehler im Mittelsektor wäre noch mehr drin gewesen", sagte Sauber gegenüber Motorsport-Magazin.com. Für das Rennen ist der Schweizer optimistisch. "Bis jetzt war es immer so, dass das Auto im Rennen mit viel Benzin ganz gut ging. Ich hoffe, das bleibt so", verriet Peter Sauber.

Die Zuverlässigkeitsprobleme, die man in der ersten Saisonhälfte hatte, seien ausgeräumt. "Es gab Probleme auf Seiten der Hydraulik, die zum Teil auf Fehler beruhten, die nicht passieren dürfen. Es gab dann auch Getriebeprobleme, die außerhalb unserer Verantwortung lagen und es gab sehr viele Motorenschäden, was außergewöhnlich ist", erzählte der Teamchef.

Ursache nicht ganz geklärt

Zu hundert Prozent sei man sich nicht sicher, woran die Probleme lagen. "Wir haben das Eine oder Andere geändert, ohne sicher zu sein, ob es die Ursache war, aber die Probleme sind zuletzt nicht mehr so häufig aufgetreten und ich hoffe das bleibt so", erklärte Sauber.

Neben der aktuellen Saison konzentriert sich Sauber bereits auf das neue Auto für 2011. "Wir haben unser Programm so gestartet wie wir das immer tun. Unser neues Auto ist im Programm und wir werden uns in Zukunft vermehrt auf das neue Auto konzentrieren", verriet Sauber. Die Entwicklung des neuen Boliden sei allerdings schwierig, da man noch keine Erfahrungen mit den neuen Reifen von Pirelli hat. "Die Reifen sind für uns völliges Neuland. Es wird nicht einfach werden. Die Reifen haben einen großen Einfluss auf die Aerodynamik, aber das Problem ist für jeden gleich", sagte Sauber.

Auch die Frage, ob man 2011 KERS einsetzen wird, steht im Raum. "KERS ist sicher wichtig, vor allem politisch. Unser Partner Ferrari wird ein KER-System herstellen und wir könnten es beziehen. Da ist es nur logisch, dass man in diese Richtung denkt. Natürlich kostet das wieder Geld, aber ich glaube schon, dass wir in diese Richtung gehen werden", verriet Sauber. Wenig begeistert ist der Schweizer von der Einführung des beweglichen Heckflügels.

"Dieser Heckflügel bietet die eine oder andere Tücke, denn wird er beim Start leicht durch einen Crash beschädigt, kann es sein, dass man ihn zwar flach stellen kann, aber nicht wieder zurückverstellen kann. Beim Anbremsen würde dann das Böse erwachen kommen. Solche Sachen muss man sich gut überlegen", betonte Sauber.