Bald gibt es für Rubens Barrichello wieder etwas zu feiern. In Belgien bestreitet er seinen 300. Formel 1 Grand Prix, jedenfalls ist das der Termin, auf den er sich festgelegt hat. Ob er mit Williams bis dahin gut genug ist, um seinen vierten Platz von Valencia aus eigener Kraft zu wiederholen ist nicht bekannt.

"Es ist sehr gut, Vierter zu sein", gesteht Barrichello, der hofft, in naher Zukunft ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen. Aber noch ist Williams nicht so weit. In der Türkei habe er das härteste Wochenende des Jahres erlebt, danach sei das Auto in Montreal zum Positiven verändert worden.

"Der Williams war auf Highspeed-Strecken gut, aber nie fantastisch, wenn wir uns hier verbessern, können wir ein gutes Ergebnis erwarten", glaubt er. Sein Ziel für den Rest des Jahres ist immer das gleiche: Die Top10 im Qualifying und die Top-6 im Rennen.

Wendepunkt Valencia

Barrichello verlangte seit Jahresbeginn einige Veränderungen. Die ersten neuen Teile schlugen nicht ein, seit Montreal ist das Paket so, wie er es sich vorgestellt hat. "Wir sind auf dem richtigen Weg", betont er. Das sei der Weg, den man in der heutigen Formel 1 gehen müsse: "Man muss den Ingenieuren die Richtung vorgeben und dann sehen, was im Windkanal dabei herauskommt."

Der Brasilianer glaubt nicht, dass das Auto jetzt viel mehr Downforce generiert, "aber wir haben die Charakteristik des Autos verändert, die Balance ist besser". In Silverstone fährt das Team mit einem neuen Unterboden, einigen neuen Aeroteilen und dem angeblasenen Diffusor.

"Wir müssen in diesem Rennen und den nächsten beweisen, dass Valencia ein Wendepunkt war, was es meiner Meinung nach war", sagt Barrichello. Wenn das gelingt, stünden die Chancen gut, dass die zweite Saisonhälfte viel besser werde als die erste.