Nicht viele F1-Piloten kehrten nach einer Pause in die Königsklasse zurück und konnten an ihre Erfolge anknüpfen. Niki Lauda war Einer von ihnen. Als er nach zwei Jahren in die Formel 1 zurückkehrte, brauchte er nur drei Rennen bis er wieder ganz oben auf dem Podest stand. "Ich hätte erwartet, dass es bei Michael Schumacher ähnlich läuft. Wenn man die WM sieben Mal gewinnt, dann bedeutet das für mich, dass man sich mehr pushen kann als jeder andere Pilot", erklärte Lauda.
Der Österreicher hätte den Deutschen auf einem höheren Level erwartet als auf dem er sich jetzt befindet. "Er kämpft mit zwei Sachen: er muss einerseits noch lernen mit den schmaleren Vorderreifen klar zu kommen, was Nico [Rosberg] leichter fiel und zweitens sitzt er in einem nicht konkurrenzfähigen Auto", meinte Lauda. Bernie Ecclestone gibt ebenfalls dem Auto die Schuld an der schlechten Performance von Schumacher.
"Er hat in der Formel 1 eine schwierigere Situation vorgefunden, als er gedacht hätte. Die Frage ist nicht er, sondern das Auto. Würde Michael im Red Bull sitzen, wäre er sofort wieder der Alte", sagte der Brite gegenüber der Gazzetta dello Sport. Lauda gibt allerdings gegenüber grandprix.com zu bedenken, dass Schumacher nicht einmal an die Zeiten seines Teamkollegen herankommt.
"Für mich ist es sehr überraschend, dass Michael nicht die Rundenzeiten von Nico fahren kann, obwohl sie im gleichen Auto sitzen und immerhin ist Michael siebenfacher Champion. Anscheinend ist er top, wenn die Bedingungen ihm entgegenkommen, aber das ist dieses Jahr meistens nicht der Fall. Daran muss er arbeiten", betonte Lauda. Dass Schumacher angesichts der ausbleibenden Erfolge den Hut schmeißen könnte, befürchtet der dreifache Champion nicht.
"Michael ist immer noch motiviert. Er weiß genau, was ihm fehlt, um schnell zu sein. Er versucht ein Auto aufzubauen, das ihm besser liegt - deshalb bin ich überzeugt, dass er auch 2011 für Mercedes fahren wird", meinte Lauda. In der WM hat Schumacher momentan kein Wort mitzureden. Für Ecclestone heißen die Favoriten Alonso, Vettel & Co. "Die WM ist noch offen. Mein Favorit war Vettel, doch es gibt viele Konkurrenten. Webber ist gewachsen. Alonso ist vielleicht der beste Pilot, doch er braucht einen wettbewerbsfähigen Ferrari", sagte der F1-Zampano.



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