In Valencia hatte die Safetycar-Phase für ziemliche Verärgerung - allen voran bei Ferrari - gesorgt. Deshalb trafen sich die Teams am Mittwoch in Silverstone mit FIA-Rennleiter Charlie Whiting um zu besprechen, inwiefern man einen Valencia-Vorfall zukünftig vermeiden kann. Statt die Safetycar-Regel völlig zu revolutionieren, hat man sich dazu entschieden, kleinere Änderungen vorzunehmen, allen voran wird die Countdownzeit verlangsamt.

Bisher betrug die Countdownzeit, die den Fahrern individuell auf dem Display am Lenkrad eingezeigt wird, 120 Prozent des Renntempos. Diese Zeit wird jetzt allerdings exakt dem Tempo des Safetycar angepasst, was bedeutet, dass kein Fahrer mehr einen Vor- oder Nachteil hat - unabhängig davon, ob er direkt hinter dem Safetycar fährt oder nicht. Doch auch hier gibt es eine Ausnahme und zwar müssen sich jene Piloten nicht an die Countdownzeit halten, die sich circa 200 Meter vor der Boxeneinfahrt befinden.

Es sei ein zu großes Sicherheitsrisiko, wenn die Piloten so schnell auf die vorgegebene Geschwindigkeit verlangsamen müssten. Wer die Countdownzeit überschreitet, wird künftig schneller bestraft. Das versprach Whiting den Teams, nachdem sich viele beschwert hatten, dass die Durchfahrtsstrafe für Lewis Hamilton in Valencia sehr spät erst ausgesprochen wurde. "Jetzt geben wir die Untersuchung des Falls sofort an die Sportkommissare weiter. Das spart Zeit", erklärte Whiting gegenüber auto, motor und sport.