Qualifying-Krimi beim DTM-Saisonfinale 2026 auf dem Hockenheimring! Die Zeitenjagd am kühlen Samstagmorgen bei 12 Grad und auf nasser Strecke entwickelte sich zu einem echten Thriller. Großer Gewinner war Luca Engstler (Abt-Lamborghini), der auf Regenreifen zur Pole Position stürmte. Für den Allgäuer mit seinem Lamborghini Temerario GT3 war es die erste Pole in der DTM.

Engstler (1:47.048) verdrängte zwei Minuten vor dem Ende des 20-minütrigen Qualifyings den bis dato führenden Thomas Preining (Manthey-Porsche, 1:47.507) von der Spitze. Der Meisterschaftsführende im Manthey-Porsche führte die Zeitenliste dank einer frühen schnellen Regenreifen-Runde lange Zeit an und musste sich erst in den letzten Minuten geschlagen geben.

Preining mit bester Ausgangslage im DTM-Titelkampf

Preining fiel am Ende hinter Pole-Setter Engstler und Lucas Auer (Landgraf-Mercedes, 1:47.455) auf den dritten Platz zurück. Der Österreicher kassierte dafür einen Meisterschafts-Extrapunkt und baute die Gesamtführung auf seine schärfsten Titelgegner Maro Engel (Startplatz 7) und Marco Wittmann (Startplatz 11) weiter aus. Preining hat vor dem heutigen Rennen (ab 13:30 Uhr im Free-TV auf ProSieben) nun 24 Punkte Vorsprung zu Engel und 25 auf Wittmann. Siegt Preining heute, ist ihm der zweite Titelgewinn nach 2023 rechnerisch nicht mehr zu nehmen.

Preining legte von Beginn auf Regenreifen los, während es einige Konkurrenten mit Pirelli-Slicks versuchten oder zunächst in der Boxengasse abwarteten. Der Porsche-Werksfahrer versuchte es zwischenzeitlich ebenfalls mit Slickreifen, doch die Wets stellten sich bei leicht einsetzendem Nieselregen als überlegene Option heraus. Durch die zahlreichen Reifenwechsel stand den Fahrern allerdings nicht viel Zeit für die Zeitenjagd zur Verfügung.

Startaufstellung mit zwei Lamborghini und Manthey-Doppel

Hinter Preining folgte Thierry Vermeulen (Emil-Frey-Ferrari) nach einer späten Attacke auf dem vierten Startplatz. An fünfter Stelle folgte Ricardo Feller im zweiten Manthey-Porsche 911 GT3 R. Mit Mirko Bortolotti (GRT-Lamborghini) fuhr neben Engstler ein weiterer Lambo-Pilot in die Top-6 der Startaufstellung.

Engel benötigte heute von Startplatz sieben eine starke Aufholjagd oder eine Portion Glück, um das Titelrennen offen zu halten. Hinter dem AMG-Piloten starten Marco Mapelli (Abt-Lamborghini), Tom Kalender (Landgraf-Mercedes) und Bastian Buus (Land-Porsche) von den Positionen acht bis zehn. Dahinter Titelaspirant Wittmann, dessen Schubert-Team mit Slickreifen gepokert hatte. Der zweifache DTM-Meister hat immerhin Teamkollege Kelvin van der Linde (P12) als Absicherung im Rücken.

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