Hyundais Edelmarke Genesis gibt weiter Gas im Motorsport: Die Koreaner haben jetzt ein Konzeptauto präsentiert, das einen Vorboten für ein künftiges GT3-Rennauto darstellen könnte. Das sogenannte 'Magma GT Concept' diene laut Herstellerangaben als Technologieträger und sei "der erste öffentlich sichtbare Schritt hin zum langfristigen Ziel, in die GT-Rennklasse einzusteigen".
Gerüchte über einen Genesis-GT3 mit Hyundai-Genen gibt es seit längerer Zeit in der Sportwagen-Szene, am Rande der diesjährigen 24 Stunden von Le Mans nahmen die Spekulationen an Fahrt auf. Beim Langstrecken-Klassiker präsentierte sich Genesis Magma Racing mit einem schicken Stand noch in der Fan-Zone - ab dem kommenden Jahr geht das Team dann selbst an den Start.
GT3-Rennauto von Genesis? Erstes wichtiges Detail bekannt
2026 gibt der Neueinsteiger sein Renndebüt in der WEC mit zwei LMDh-Prototypen, 2027 erfolgt eine Ausweitung des Engagements in die US-amerikanische IMSA-Meisterschaft. Da würde ein künftiges GT3-Auto, das obendrein in den GT3-Klassen der beiden Serien oder Meisterschaften wie der DTM antreten könnte, doch perfekt ins Portfolio passen. Nach Informationen von Motorsport-Magazin.com sind derartige Pläne bereits weiter fortgeschritten als es äußerlich den Anschein erweckt.
Genesis geizt noch mit technischen Details zum neuen Konzeptauto, das jüngst bei einem globalen Launch-Event im französischen Le Castellet vorgestellt worden ist, nennt aber eine wichtige Komponente: die Koreaner setzen bei der Entwicklung des Flügeltürers auf ein Mittelmotorkonzept.

Genesis: "Konzeptauto symbolisiert unsere Ambitionen im Motorsport"
"Das Magma GT Concept zeigt eindrucksvoll, wozu wir in der Lage sind und symbolisiert unsere Ambitionen im Motorsport", wird Luc Donckerwolke, Präsident und Chief Creative Officer von Genesis, in einer Pressemitteilung zitiert. "Unser Fokus lag weder auf aggressiven Formen oder reiner Geschwindigkeit, sondern auf der Ausgewogenheit des Gesamtkonzepts. Das Fahrzeug verbindet sich instinktiv mit seinem Fahrer - jede Komponente dient der mühelosen Kraftentfaltung."
Die Hyundai-Tochter Genesis mit ihrer Sportwagenabteilung namens 'Magma' - ähnlich wie AMG für Mercedes-Benz oder die M GmbH bei BMW - ist hierzulande noch weitgehend unbekannt. Das hindert die Koreaner aber nicht daran, im Motorsport eher zu klotzen statt zu kleckern. Budget für Rennaktivitäten scheint reichlich vorhanden zu sein, wie wir von mehreren Szenekennern hören. Möglicherweise auch, nachdem sich angebliche Pläne für einen Einstieg in die Formel 1 erst einmal zerschlagen haben?
Genesis in der WEC: Debüt mit Hochkarätern
Der bevorstehende Einstieg in die WEC verlief zwar recht kurzfristig, ist aber von hoher Qualität geprägt. Das zeigt allein die Auswahl der Fahrer für das Debüt: Neben dem dreifachen Le-Mans-Sieger Andre Lotterer und IMSA-Veteran Pipo Derani stoßen mit Ex-DTM-Pilot Daniel Juncadella (ehemals Mercedes-AMG und Corvette), dem amtierenden IMSA-Champion Mathieu Jaminet (kam von Porsche) und WEC-Rennsieger Paul-Loup Chatin (kam von Alpine) weitere Hochkaräter hinzu.
Der junge Franzose Mathys Jaubert, der zur Vorbereitung ein Jahr in der European Le Mans Series gefahren ist, komplettiert das Aufgebot. Als offizielle Ersatzfahrerin gesellt sich die Britin Jamie Chadwick dazu. Die dreimalige Gewinnerin der eingestellten Frauen-Formelserie 'W Series' zählte ebenfalls zum Vorbereitungsprogramm in der ELMS, ein Stammplatz im LMDh-Wagen kam für sie aber offenbar zu früh. 2026 dreht Chadwick eine weitere Runde im LMP2-Boliden.




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