Die DTM meldet sich zurück aus der Sommerpause: Auf dem Nürburgring beginnt die zweite Hälfte der Saison 2025. Da freut sich auch der Wettergott, für das gesamte Wochenende sind trockene und sommerliche Temperaturen um die 25 Grad vorhergesagt. Einen Vorgeschmack auf das Eifel-Wetter erlebten die Fahrer und Teams schon am heutigen Freitagvormittag: Das 1. Freie Training ging bei besten Bedingungen (Luft: 22 Grad) über die Bühne.
Jack Aitken (Emil-Frey-Ferrari) benötigte nicht viel Zeit, um den Rost abzuschütteln, ganz im Gegenteil: Der Brite legte los wie die Feuerwehr und erzielte die Bestzeit schon in der Anfangsphase des 55-minütigen Trainings. Aitken brauchte 1:26.555 Minuten für seine schnellste Runde auf der 3,629 Kilometer kurzen Sprintvariante des Nürburgrings. Damit führte der Meisterschafts-Vierte das Klassement ab seiner siebten Runde bis zum Fallen der Flagge durchgängig an.
DTM-Training: Ben Dörr sorgt für Überraschung im Glock-McLaren
Ein Großteil des 24-köpfigen Starterfeldes legte erst im Schlussdrittel der Session seine Qualifying-Simulationen ein. Aitken am nächsten kam dabei überraschend Ben Dörr (Dörr-McLaren): Der 20-Jährige führte seinen McLaren 720 S GT3 mit 0,138 Sekunden Rückstand auf den zweiten Platz. Das ist höchst interessant zu beobachten, denn: Dörr fährt an diesem Wochenende das Fahrzeug von Teamkollege Timo Glock. Alle Hintergründe zum ungewöhnlichen Autotausch lest ihr in diesem Artikel:
Glock, jetzt mit Dörrs McLaren unterwegs, kam hingegen nicht über den 20. Platz hinaus. Dem früheren Formel-1-Fahrer und DTM-Rückkehrer fehlten 0,909 Sekunden zur Spitze bzw. acht Zehntel zum jungen Teamkollegen. Glock beschwerte sich während der Session am Funk über mangelnden Grip auf der Strecke. Durch den Autowechsel sind an diesem Wochenende besonders viele Augen auf Dörr Motorsport gerichtet, das weiter auf die Lieferung eines nagelneuen GT3-McLaren für Glock warten muss.
Nürburgring: Emil-Frey-Ferrari und Winward-Mercedes weit vorne
Von Glock zurück zur Spitze: Hinter Aitken und Dörr belegte Jules Gounon (Winward-Mercedes) den dritten Platz. Der AMG-Werksfahrer und DTM-Vollzeitdebütant hatte nur 0,010 Sekunden Rückstand zu Dörr und wechselte sich auf P3 mehrfach mit Winward-Teamkollege Maro Engel ab. Engel belegte am Ende den fünften Rang, während sich Thierry Vermeulen mit seinem Emil-Frey-Ferrari 296 GT3 zwischen die beiden Mercedes-AMG schob. Die Top-5 - zweimal Emil Frey Racing, zweimal Winward-Mercedes und der Dörr-McLaren - trennten knapp drei Zehntelsekunden.
P6 ging an Luca Engstler (GRT-Lamborghini), den schnellsten der fünf Huracan-Piloten im DTM-Starterfeld. Sein GRT-Teamkollege, der Meisterschafts-Dritte Jordan Pepper, landete auf dem 13. Rang. Ein gutes Stück dahinter: Die beiden Abt Sportsline-Lamborghini des amtierenden Champions Mirko Bortolotti (P17) und Nicki Thiim (P21), die nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte endlich angasen wollen.
Auf den Positionen sieben bis zehn folgten der Tabellen-Zweite Thomas Preining (Manthey-Porsche), der Meisterschafts-Führende Lucas Auer (Landgraf-Mercedes), Arjun Maini im Ford Mustang von HRT sowie Rookie Tom Kalender im zweiten Landgraf-Mercedes. Kollektiv abgeschlagen landeten die beiden BMW M4 GT3 Evo von Schubert Motorsport auf den hinteren Rängen: P18 für Marco Wittmann, dahinter Teamkollege Rene Rast auf dem 19. Platz. BMW lässt es in den Trainings aber bekanntermaßen gerne mal ruhig angehen...
Das 2. Freie Training zum fünften Rennwochenende der Saison steigt heute von 15:35 bis 16:20 Uhr. Hier findest du die komplette TV-Übersicht fürs Wochenende:



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